Red Bull Salzburg schreibt Geschichte

Sensation

Red Bull Salzburg schreibt Geschichte

Der Meister sicherte sich am Donnerstagabend mit einem 2:1-Finalerfolg über Rapid Wien in Klagenfurt auch den Cup-Titel. Matchwinner für die "Bullen" war ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro, der in der 84. Minute zuschlug.


Knappes Ergebnis
Nach einer intensiven, aber torlosen ersten Hälfte mit zwei ebenbürtigen Mannschaften ging Salzburg vor 20.200 Zuschauern in der 51. Minute durch Hwang Hee-chan in Führung. Rapid brauchte aber nur fünf Minuten, um durch Joelinton per Kopf zum Ausgleich zu kommen. Der Rekordmeister tat in der Folge mehr für das Spiel, hatte aber vor dem späten Siegtreffer Pech. Ein abgeblockter Schuss landete genau vor Lazaros Füßen, der direkt abzog und mitten ins grün-weiße Herz traf.


Rapid am Anfang stark
Rapid überraschte in den ersten 20 Minuten mit durchaus aggressivem und selbstbewusstem Spielaufbau. Der Liga-Fünfte, der im Spielerkreis vor dem Anpfiff von Steffen Hofmann noch einmal verbal eingepeitscht wurde, attackierte früh und zwang die auf ihre schnellen Spitzen setzenden Salzburger zu Fehlern. Halbwegs brenzlig wurde es in der 15. Minute, als ein Querpass von Joelinton wenige Meter vor der Torlinie durch den Salzburger Strafraum zischte - Abnehmer war aber keiner zur Stelle.


Wenig Torchancen
Sonst waren auf dem nassen Rasen koordiniert vorgetragene Angriffe Mangelware. Weder Tobias Knoflach noch Cican Stankovic im Salzburg-Tor wurden bis zum Halbzeitpfiff ernsthaft geprüft. Joelinton fasste sich in der 37. Minute aus der Distanz ein Herz, der Ball segelte zwei Meter an der oberen rechten Ecke vorbei. Zahlreicher waren auf beiden Seiten die Fouls. Dennoch kassierte in der ersten Hälfte nur Stefan Lainer für eine harte Attacke an seinem ÖFB-Kollegen Louis Schaub die Gelbe Karte.

Die zweite Hälfte begann quasi mit der Salzburger Führung, wobei der Titelverteidiger kleine Unachtsamkeiten der Grün-Weißen im defensiven Umschaltspiel ausnütze. Auf der rechten Seite eilte Lainer auf und davon, dessen Querpass verwandelte Hwang völlig alleine wenige Meter vor dem Tor. Der Koreaner hatte sich vom weit aufgerückten Mario Pavelic davongeschlichen, in der Mitte waren die Rapid-Innenverteidiger Dibon und Wöber mit anderen Deckungsaufgaben ausgelastet.


Rapid in zweiter Halbzeit besser
Nach dem Ausgleich zeigte Rapid mehr Spielfreude, Salzburg wirkte eher ratlos und leistete sich viele Fehler im Passspiel. Nicht besser wurde es für die Wiener jedoch mit der Herausnahme von Schaub, der angeschlagen wirkte, knapp vor Beginn der Rapid-Viertelstunde. Die weit über 10.000 Fans von Grün-Weiß setzten derweil auf den Rängen pyrotechnisch reichlich Akzente.


Entscheidung
Die Entscheidung in Klagenfurt vollzog sich in der 84. Minute kurz nach der Einwechslung von Amadou Haidara. Der 19-Jährige zog bei seiner ersten Ballberührung aus der Distanz ab, Dibon fälschte unglücklich ab. Die Kugel landete nämlich Lazaro genau vor dem rechten Fuß, dessen Schuss aus der Drehung passte perfekt.
Nicht zum Einsatz kam der etatmäßige Rapid-Kapitän Hofmann, der damit auf 528. Pflichtspiel-Einsatz für die Hütteldorfer bis zur nächsten Saison warten muss. Der Deutsche hätte zum alleinigen Rapid-Rekordhalter werden können.


Außerdem wurde das Spiel natürlich von zahlreichen Promis und Politikern besucht.

Diesen Artikel teilen:
Jetzt spielt WALK THE MOON SHUT UP AND DANCE
Nächster Song LADY GAGA / STUPID LOVE

Fotoalbum 1 / 28

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum