Pompöser VP-Wahlkampfauftakt in Salzburg

Kanzler Kurz mit dabei

Pompöser VP-Wahlkampfauftakt in Salzburg

Mit viel Aufwand ist die ÖVP Freitagabend - 16 Tage vor der Salzburger Landtagswahl am 22. April - offiziell in den Wahlkampf gestartet. Angesichts der guten Vorhersagen für die Partei ging es an diesem Abend vor allem darum, die Funktionäre für den Endspurt zu mobilisieren. "Mit Umfragen gewinnt man keine Wahl", so Spitzenkandidat Wilfried Haslauer.
 

Haslinger: "Müssen stärker werden"

In einer etwa einstündigen Rede gab der Landeshauptmann, der mit seinem Team zu "Eye of the Tiger" eingezogen war, noch einmal die Marschroute für die verbleibenden zwei Wochen vor: "Wir müssen stärker werden. Mit 29 Prozent (dem Ergebnis von 2013, Anm.) ist es fast unmöglich, die Bereiche so zu gestalten, wie wir das wollen."
 
Haslauer ging auch auf die Frage möglicher künftiger Regierungskoalitionen ein: Auf die vielen Zurufe, die ÖVP solle nicht mehr mit den Grünen oder künftig nicht mit SPÖ oder FPÖ zusammenarbeiten, könne er nur Folgendes antworten: "Wählt Schwarz, dann braucht ihr euch nachher nicht so grün und blau ärgern, dass ihr rot im Gesicht werdet." Und weiter: "Wir werden nach der Wahl den richtigen Weg finden und wollen das aus einer Position der Stärke, damit es gar nicht mehr so wichtig ist, mit wem wir eine Koalition bilden. Denn das hängt von den Stärkeverhältnissen, vom Angebot an Personen und Inhalten ab."
 
Zwei Seitenhiebe auf politische Mitbewerber verkniff sich Haslauer nicht: So meinte er in Anspielung auf ein Plakat der Grünen Spitzenkandidatin Astrid Rössler (mit dem Spruch: "Ich bin keine Politikerin"): "Ich bin ein Politiker." Zum anderen reagierte er auf die Aussage der FPÖ-Spitzenkandidatin Marlene Svazek, die bei deren Auftakt angekündigt hatte, sie werde die ÖVP wieder auf Spur bringen: "Ich kann ihr nur empfehlen, die Rechtsabbieger ihrer Partei auf der Spur der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu halten."
 

Kurz mit lobenden Worten

In einem moderierten Gespräch hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz, der für die heutige Veranstaltung extra seine Anreise zum Staatsbesuch in China um einen Tag verschoben hatte, zuvor den Salzburger Landeshauptmann als Vorbild im Umgang mit den Menschen, auch in den eigenen Reihen. Haslauer sei jemand, "der niemals mit jemandem unter der Gürtellinie gesprochen hat", gleichzeitig sei er sehr durchsetzungsstark und hartnäckig. "Und wie Du in der Regierung immer mit Deinen Partnern umgegangen bist, das ist ein Vorbild für uns im Bund. Diesen Stil wollen wir auch."
 
Lobende Worte fand er auch für Salzburgs Finanzpolitik. "Wir haben lange Zeit über unsere Verhältnisse gelebt, haben immer mehr ausgegeben als eingenommen. Salzburg macht das seit 2015 nicht mehr, und genau den Weg wollen wir auch im Bund einschlagen. Stabilität ist gut, wenn die Richtung stimmt, und in Salzburg stimmt sie seit einigen Jahren. Haslauer ging auch auf darauf ein: "Kein Mensch kann sagen, dass es in Salzburg deswegen einen sozialen Kahlschlag gegeben hat. Budgetsanierung darf nie auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen werden."
 
Demonstrativ viel Zeit bekamen auch die weiteren Spitzenkandidaten - die übrigen Regierungsmitglieder und Klubobfrau Daniela Gutschi -, die in einer Art Talk-Show Bilanz über ihre Arbeit in den vergangenen fünf Jahren zogen und auch einen Ausblick auf die Vorhaben für die kommenden fünf Jahre gaben. Für Gelächter sorgte dabei Finanzreferent LHStv. Christian Stöckl, der auf einen Versprecher der Moderatorin Sabine Petzl zu Beginn des Abends ("Siegfried Haslauer") einging. Auf ihre Frage, was er der ÖVP für den Wahltag wünsche, sagte Stöckl: "Dass wir am 22. April einen Siegfried Haslauer haben."
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