Neuer Aufzug als Meilenstein

Festung Hohensalzburg

Neuer Aufzug als Meilenstein

Nach einer Bauzeit von 10 Monaten wurde der neue Aufzug im ehemaligen Hochbehälter neben dem Glockenturm der Festung Hohensalzburg fertiggestellt. Damit ist es für Besucher im Rollstuhl ab sofort möglich, den Innenhof der Burg zu besichtigen. Auch die in Kürze eröffnende neue Ausstellung im Zeughaus wird barrierefrei zugänglich sein.

Die Salzburger Burgen und Schlösser (SBSB) arbeiten seit Jahren daran, ihre Besucherangebote barrierefrei zu gestalten. „In denkmalgeschützten, historischen Gebäuden wie der Festung Hohensalzburg, der Burg Werfen oder der Burg Mauterndorf ist das eine große Herausforderung“, betont SBSB-Geschäftsführer Max Brunner. „Das Thema hat für uns sehr große Bedeutung und wir bemühen uns, die Zugänglichkeit für alle Gäste Schritt für Schritt zu verbessern“, so Brunner weiter.

Als wichtige Etappe auf diesem Weg wurde kürzlich ein neuer Aufzug eröffnet. Er verbindet die Panoramaterrasse mit dem Burghof. Damit ist es Besuchern mit Bewegungseinschränkung ab sofort möglich, von der Bergstation der Festungsbahn in den Burghof zu gelangen. Von dort können weite Teile der Außenbereiche besichtigt werden. Auch die Burgschenke, der Shop und die Kuenburgbastei mit ihrer traumhaften Aussicht werden auf diese Weise zugänglich. Barrierefreie Toiletten befinden sich neben dem Info Point sowie im Inneren des Festungsrestaurants. Errichtet wurde der Aufzug durch die Firma Weigl. Er kann bis zu 1100 kg heben und ist für maximal 14 Personen zugelassen.

Stöckl: Investition rund 800.000 Euro - Nutzerzahlen belegen Notwendigkeit

„Bereits in den ersten drei Wochen Probebetrieb konnten wir rund 16.000 Fahrten mit dem Aufzug verzeichnen. Hochgerechnet ergibt das rund 250.000 Fahren pro Jahr. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass es sich um eine richtige und wichtige Investitionsentscheidung handelt“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. „Auch die Mitarbeiter der Festung haben bestätigt, dass sich seit Inbetriebnahme des Aufzuges mehr Besucher mit Kinderwagen, Rollator und Rollstuhl im Burghof aufhalten“, so Stöckl weiter.

Sensibles Vorgehen bei Bauarbeiten in historischer Substanz

Besonderes Augenmerk legte man bei der Planung und Ausführung des Aufzuges auf die Einhaltung des Denkmalschutzes. Das bestätigt auch Architektin Heide Mühlfellner: „Natürlich trifft man in einem Gebäude wie der Festung Hohensalzburg auf schwierige Bauverhältnisse. Dank der im Vorjahr eingebauten Hochwasserbehälter und der Rampe konnte die Modernisierung sehr schonend vorgenommen werden. Es musste kaum in die historische Substanz eingegriffen werden, zeigt sie sich mit dem Ergebnis der Arbeiten zufrieden.

Ab September 2019: Neue Ausstellung im Zeughaus

Auch die neue Ausstellung im Zeughaus wird für alle Besucher vollständig zugänglich. Es befasst sich auf interaktive und unterhaltsame Weise mit der Befestigungsgeschichte von Salzburgs Wahrzeichen. Eröffnet wird das neu adaptierte Zeughaus Mitte September 2019.

iPad-Guides führen durch Innenräume

Nach wie vor nicht barrierefrei zugänglich bleiben weite Teile der Innenräume. Um Besuchern mit Gehör- oder Bewegungseinschränkung trotzdem einen guten Einblick in die Sehenswürdigkeiten zu geben, bietet die Festung eigens entwickelte Guides auf dem iPad an. Sie zeigen die verschiedenen Stationen und erklären ihre historische Bedeutung. Die Guides sind für gehörlose Besucher auch in Lautsprache verfügbar. Besucher mit Sehbeeinträchtigung finden eine Brailleschrift-Infotafel im Bereich des Salzmagazines. Die Mitnahme von Assistenzhunden ist auf der Festung Hohensalzburg erlaubt. Rollstuhlfahrer sowie eine Begleitperson haben kostenlosen Eintritt zur Festung.

Für weitere Fragen zum Thema Barrierefreiheit steht Ihnen das Team der Festung unter der Emailadresse office@festung-hohensalzburg.at jederzeit zur Verfügung.

Quelle: Salzburger Burgen und Schlösser

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