Immer weniger Igel schaffen es durch den Winter

Igelsterben

Immer weniger Igel schaffen es durch den Winter

Auch der Klimawandel macht unseren kleinen stacheligen Freunden zu schaffen. Dadurch, dass die Winter nicht so warm sind und der Sommer sich so lange erstreckt bekommen die Igeldamen noch relativ spät ihre Jungen. Die jungen Igel sind aber teilweise noch viel zu klein und zu schwach, um die Winterruhe zu überleben. Denn im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken ziehen sich diese Säugetiere zum Winterschlaf zurück. Vor allem die Jungtiere, welche im Spätsommer zur Welt kommen, haben es schwer ihr Idealgewicht für den Winterschlaf in kurzer Zeit zu erlangen. Auch die Futtersuche von Insekten wird um diese Jahreszeit immer erfolgsloser. Die kleinen „Igelchen“ benötigen ein Körpergewicht von über 700 Gramm um die karge Zeit im Schlaf zu überstehen. Um die Igel vor dem Überleben zu schützen, kann man Futter im Garten aufstellen, erklärt die Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Lochen Johanna Stadler. Im Fachhandel gibt es eigenes Igelfutter, zur Not kann man aber auch auf Katzenfutter zurückgreifen. Frische Milch vertragen die Igel jedoch nicht. Was viele nicht wissen ist, dass die kleinen stacheligen Säugetiere sehr große Nützlinge sind. Igel fressen Schnecken und andere Tiere, die Pflanzen schaden. Leider sind sie „in sehr vielen europäischen Ländern vom Aussterben bedroht“ erzählt Johanna Stadler.

Was tun wenn ein Igel im Garten gefunden wird?
Wenn man eine Igelfamilie im Garten findet kann man die Tiere mit ein wenig Futter unterstützen. Igel sind Insekten- und Fleischfresser. Igel vertragen „keine Milch und keine Getreidearten“ betont Johanna Stadler. Am besten ist ein spezielles Igelfutter oder Katzenfutter. Nur wenn man Jungtiere ohne Igelmutter mehrere Stunden lang beobachtet und sicher sein kann, dass die Mutter verunglückt ist, sollte man sich um die kleinen „Igelchen“ kümmern. Die Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Lochen Johanna Stadler empfiehlt auf jeden Fall eine fachmännische Unterstützung hinzuzuholen. Gerne kann man sich auch direkt an die Pfotenhilfe wenden.

Pfotenhilfe Lochen
Jedes Jahr werden unzählig viele Igel in der Pfotenhilfe in Lochen untergebracht. Hier können sie ihren Winterschlaf geschützt abhalten. Derzeit befinden sich schon über 20 Igel, darunter 7 Flaschenkinder bei der Pfotenhilfe. Unter optimalen Lichtverhältnissen und bei viel Ruhe können die Igel am Dachboden ihren Winterschlaf abhalten. Sie können sich mit viel Heu, Stroh, Laub und Gräser einen naturnahen Raum selber schaffen. Die Flaschenkinder sind noch in kleinen Kartons untergebracht und bekommen alle 3 Stunden ihr Fläschchen. Mitte/Ende Mai werden die Igel wieder dort ausgesetzt, wo sie gefunden worden sind, denn Igel sind Ortstreu, erklärt Johanne Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe Lochen.

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