Gesundheitsministerin Rendi-Wagner wird angelobt

Gesundheitsressort

Gesundheitsministerin Rendi-Wagner wird angelobt

 Die bisherige Sektionschefin im Gesundheitsministerium, Pamela Rendi-Wagner (45), ist als neue Gesundheits- und Frauenministerin fix: Der SPÖ-Vorstand sprach sich Mittwochvormittag bei einer Sitzung im Parlament einstimmig für Rendi-Wagner aus.

Rendi-Wagner will Oberhausers Weg weitergehen

Den Weg Oberhausers will Rendi-Wagner fortsetzen. In der Gesundheitspolitik will die neue Ministerin Ungleichheiten im System beseitigen.

"Mein Ziel ist, dafür zu sorgen, dass die Menschen nicht nur länger leben, sondern dass sie länger gesund leben." Auch die Frauenpolitik soll nicht zu kurz kommen. "Ich werde das nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern täglich auf meiner Agenda haben." So sei es etwa "inakzeptabel", dass Frauen für gleiche Arbeit noch immer um 20 Prozent weniger verdienen als Männer, meinte Rendi-Wagner am Mittwoch nach ihrer Bestellung.

Zur Person Pamela Rendi-Wagner:

Pamela Rendi-Wagner, geboren am 7. Mai 1971 in Wien, verheiratet mit dem Diplomaten und jetzigen Kabinettschef von SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda, Michael Rendi, zwei Töchter, 1996 Promotion an der Medizinischen Universität Wien, Facharztausbildung in London, wissenschaftliche Arbeit am Institut für Tropenmedizin der Med-Uni Wien, 2008 Habilitation, Gastprofessur an der Universität Tel Aviv, ab 1. März 2011 Sektionschefin und Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, seit 8. März 2017 Gesundheits- und Frauenministerin.

Gesundheitsministerium: klassisch rot

Das Gesundheitsministerium war vor der schwarz-blauen Wende ein klassisch rotes Ressort. Unter Alfred Gusenbauer (SPÖ) blieb das Ministerium dann zunächst noch bei der ÖVP, Werner Faymann (SPÖ) holte es schließlich im Tausch mit dem Justizressort wieder zur Sozialdemokratie zurück, wo es auch jetzt noch angesiedelt ist.

Als eigenes Ministerium wurde die Gesundheit erstmals 1972 geführt, erste Ressortchefin war Ingrid Leodolter (SPÖ). Unter Franz Vranitzky (SPÖ) kehrte der Gesundheitsbereich 1997 wieder ins Sozialministerium zurück und blieb bis 2003 dort. Seit der Führung Maria Rauch-Kallats (ÖVP) in der schwarz-blauen Koalition ist es wieder ein eigenständiges Ressort.

Rauch-Kallat hatte erstmals auch zusätzlich die Frauenagenden über. Diese Verantwortung hatte auch die kürzlich verstorbene Sabine Oberhauser (SPÖ) ab dem 18. Mai 2016, und auch ihre Nachfolgerin Pamela Rendi-Wagner bleibt für beide Bereiche zuständig.

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