Geiselnahme: Mehrere Tote

Südfrankreich:Täter bekennt sich zu IS

Geiselnahme: Mehrere Tote

Bei der Geiselnahme in einem Supermarkt in der Stadt Trèbes in Südfrankreich sind vier Menschen getötet worden. Mit weiteren Opfern werde gerechnet, erklärte die Polizei am Freitag. Bei der Geiselnahme in Südfrankreich deutet nach Angaben von Premierminister Édouard Philippe alles auf einen Terrorakt hin. Dies ließen alle vorliegenden Informationen vermuten, sagte der Politiker am Freitag vor Journalisten.
Der Geiselnehmer, der inzwischen von einer Spezialeinheit erschossen wurde, forderte das Freilassen von den Paris-Attentätern. 
 
Gegen 11 Uhr stoppte ein Mann in Carcassonne ein Auto. Er tötete laut "Le Parisien" einen Insassen und ließ die Leiche in einem Busch liegen, eine zweite Person wurde schwer verletzt. Wenig später wurde eine Gruppe Polizisten angegriffen. Ein Beamter wurde angeschossen. Dann nahm der mutmaßliche IS-Terrorist in einem Supermarkt Geiseln. Hier gab es zwei weitere Tote. Die Polizei rechnet aber mit weiteren Opfern.
 
Der Geiselnehmer war allein mit einem Polizisten in dem Supermarkt, sagte Bürgermeister Eric Menassi dem Sender BFM. Alle anderen Geiseln sind bereits vorher freigelassen worden.
 
 
Laut Staatsanwaltschaft in Trèbes hat die Geiselnahme gegen 11.00 Uhr begonnen. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Es wurden Untersuchungen wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit Terrorismus eingeleitet. Außerdem werde wegen Freiheitsberaubung ermittelt.
 
 
 
Das Innenministerium rief auf Twitter dazu auf, den Bereich um den Supermarkt in dem 5500-Einwohner-Ort zu meiden. Erste Spezialkräfte der Gendarmerie trafen vor Ort ein, Verstärkung aus Paris war auf dem Weg.
 
2018032313781.jpg © Getty Straßensperre nach Trebes
 
Laut französischen Medien wurde das Gebiet abgeriegelt.
 
 
In Carcassonne wurde am Freitag zudem ein Polizist verletzt, als ein Unbekannter das Feuer auf Beamte eröffnete, die gerade vom Jogging zurückkamen. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt, war zunächst unklar.
 
Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge. Vor allem die Attacken von Paris 2015 und Nizza 2016 hatten das Land schwer erschüttert. Die Behörden sprechen regelmäßig von einer weiterhin hohen Gefahr. Innenminister Collomb hatte Ende Februar berichtet, dass seit dem Jahrestag zwei Anschläge auf eine Sportstätte und auf Militärkräfte vereitelt worden seien.
 
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