10. Juli 2013 13:43
Golanhöhe
Endlich heimgekehrt!
Nach 13 Monaten kehrt Hauptmann Rüdiger von Gimborn, aus dem Golan zurück und erzählt vom Tagesgeschehen und den Ausnahmesituationen, die er dort erlebt hatte.
Endlich heimgekehrt!
© Antenne Salzburg

Der österreichische Hauptmann, Rüdiger von Gimborn, seit 1994 im Bundesheer tätig, verbrachte die letzten 13 Monate seines Lebens im Golan, der demilitarisierten Zone zwischen Syrien und Israel, bekannt auch als Golanhöhe.
Diese Zone erlangte politische und militärische Bedeutung, als das syrische Militär begann von dort aus weite Teile Nordisraels zu beschießen. Bereits seit 1964 versucht Syrien, das Wasser des Jordan durch Umleitung der nicht auf israelischem Gebiet liegende Quellflüsse des Jordan, vermehr selbst zu nutzen. Die vollständige oder teilweise Rückgabe der Golanhöhe an Syrien soll nach israelischer Position nur im Zuge eines vollwertigen Friedensvertrags erfolgen, der auch Lösungen für diese Fragen einschließt. Einige Annäherungsversuche zwischen Israel und Syrien waren zuletzt im Jahr 2000 gescheitert.
Österreichische Soldaten wurden demnach in diese Zone geschickt, um zusammen mit Kameraden aus Indien und den Philippinen, den Waffenstillstand zwischen den beiden Ländern zu überwachen. Dies geschah durch Beobachtung durch Stützpunkte und Patrouille.
Sobald die Soldaten etwas Auffälliges entdecken, beobachten sie diese Situationen aus sicherer Entfernung. Bei Ernstfällen schalten sie die Armee der beiden Länder ein und regeln das aufgetretene Problem über einen offiziellen Weg der Regierung.

Die österreichischen Soldaten waren dort in speziellen Camps untergebracht. Aufgrund der auftretenden Gefahren war es ihnen jedoch in ihrer Freizeit selten gestattet, die Camps zu verlassen. Jedoch werden im Camp verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten, wie beispielsweiße eine Kraftkammer oder ein Volleyballplatz. „Der Tagesablauf im Camp ist dem zu Hause eigentlich gar nicht so unähnlich. Manchmal muss man zwar schon früher aufstehen, wenn das die politischen Geschehnisse verlangen, jedoch muss zu Hause genauso arbeiten.“, sagt Hauptmann Rüdiger von Gimborn.

Ebenso wie viele andere österreichische Soldaten heimkehren, ist auch wieder Hauptmann Rüdiger von Gimborn zurück, der nach 9 Jahren Dienst für das Vaterland, verdient in den Reservestand gesetzt wird. Für ihn stehen jetzt erstmals Familien- und Freundesbesuche an und eine entspannende Zeit in der so sehr vermissten schönen Heimat.