Auf Tagesklinikangebote wird gesetzt

Landesklinik Hallein zieht Bilanz

Auf Tagesklinikangebote wird gesetzt

Nach zwei Jahren in der „SALK-Familie“ kann in der Landesklinik Hallein erfolgreich Bilanz gezogen werden: Seither konnte unter anderem eine Tagesklinik für die Fachbereiche Gynäkologie, Chirurgie sowie Orthopädie und Traumatologie schrittweise aufgebaut werden und ist mit rund 800 Eingriffen pro Jahr eine Erfolgsgeschichte. 

Die Leistungsbereiche Hernien (Brüche) und Proktologie (Erkrankungen des Enddarms) sind als Schwerpunkte der Chirurgie und die Handchirurgie als Schwerpunkt der Orthopädie und Traumatologie etabliert, die OP-Säle sind seit Herbst 2019 voll ausgelastet, die Geburtenzahlen angestiegen. Auch der Personalstand bei Ärzten und Pflege ist stabil, in Kooperation mit dem Uniklinikum erfolgt insbesondere im Ausbildungsbereich eine intensive Rotation statt. Ein erfreulicher Stand nach mehreren Jahren intensiver Integrations- und Entwicklungsarbeit.

Situation war angespannt

Vor der Integration war die Situation im damaligen Krankenhaus Hallein insbesondere in den Jahren 2014 und 2015 extrem angespannt. Die Auslastung lag im Durschnitt nur mehr bei rund 40 Prozent. Hauptproblem für die Patientenversorgung war, dass es nur wenige Ärzte in der chirurgischen- und unfallchirurgischen Abteilung gab. „Die einzige Lösung zur Sicherung des Standorts der Landesklinik Hallein – als zentrales Anliegen der Stadtgemeinde Hallein und des Landes Salzburg – war eine Kooperation mit anschließender Integration in die SALK“, berichtet Gesundheits- und Spitalsreferent Dr. Christian Stöckl.

Tagesklinik und Spezialisierungen

Seit nunmehr zwei Jahren ist die Landesklinik Hallein voll in die Salzburger Landeskliniken integriert und setzt – ganz im Sinne der Anpassungen im Gesundheitssystem – in Abstimmung mit dem Uniklinikum Salzburg auf Spezialisierung und tagesklinische Angebote. „Der erste wesentliche Schritt war hier sicherlich die geänderte Verwendung einer Station als Tagesklinik. Chirurgie, Orthopädie und Traumatologie sowie Gynäkologie nutzen diese ebenso wie die Innere Medizin. Mit unserem hervorragenden Hernienchirurg Dozent Franz Mayer und dem Proktologen Darie Schneider wurde in der Abteilung für Allgemeinchirurgie neben anderen allgemeinchirurgischen Eingriffen ein klarer Schwerpunkt gesetzt, der bestens zu der Struktur des Hauses passt und insbesondere die OP-Ressourcen im Uniklinikum entlastet“, ergänzt SALK-Geschäftsführer Priv.-Doz. Paul Sungler.

Zehn Prozent mehr Geburten

Auch die Geburtshilfe erlebte 2019 steigenden Zulauf (+ 10 Prozent gegenüber den Vorjahren), die Orthopädie und Traumatologie bleibt in der Tagesklinik stark.

Starker Arbeitgeber in der Region

Die Landesklinik Hallein stellt mit rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Grundversorgung von 50.000 Menschen im Tennengau sicher und verfügt über Abteilungen für Anästhesie und Intensivmedizin, Allgemeinchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Innere Medizin und ein Satellitendepartment für Unfallchirurgie. Rund 6.200 stationäre Aufnahmen pro Jahr und rund 880 Geburten zeigen die Bedeutung der Klinik für die Region. Das Einzugsgebiet der Tagesklinik umfasst darüber hinaus die Stadt Salzburg, den Flachgau und den Pongau.

 

Quelle: Land Salzburg

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