47 Mio fehlen: So pleite ist unser Heer

Kein Geld für Benzin, Jets fliegen weniger

47 Mio fehlen: So pleite ist unser Heer

Verteidigungsminister Thomas Starlinger schreckt vor Paukenschlägen nicht zurück: Mittwochabend sagte er aus Spargründen die Heeresschau am Wiener Heldenplatz ab. Er will damit zwei von insgesamt einzusparenden 47 Millionen Euro auftreiben, das Heer stehe vor der Pleite.

 

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Die wichtigsten Antworten:

■ Wie viel Geld fehlt? Akut geht es heuer um 47 Mio. €, um Personalkosten abzudecken. Das Heeresbudget betrug zuletzt nur 2,3 Mrd. €, 2020 überhaupt nur 2.15 Mrd. Der Generalstab fordert eine Anhebung auf 3,3 Milliarden Euro. Um den nötigen Betrieb abzudecken, braucht es 2,7 Mrd.

■ Warum gerade jetzt? Das Heer verliert seit 1990 Mittel. In den letzten 10 Jahren gab es nur 9 Heeresbudgets. Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem Kosten nicht mehr gedeckt sind.

■ Es gab doch Investitionen? Ja, etwa die Eurofighter, gepanzerte Fahrzeuge etc., auch 380 Mio. für Hubschrauber sind genehmigt. Der Betrieb (besonders der Eurofighter) sei extrem teuer. Das Budget sinkt aber real (s. Grafik).

■ Was passiert jetzt? Bis Freitag erwartet der Minister Sparvorschläge. So könnten Panzer-Kilometer und Flugstunden und damit Benzin bei Jets und Hubschraubern eingespart werden, Munitionskäufe aufgeschoben werden etc.

Finanzminister Eduard Müller wird Starlinger am Freitag empfangen. Gibt es mehr Geld, dann könnte die Heeresschau am 26. Oktober gerettet sein. (gü)

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