4:1! Bullen machen Genk platt

Champions League

4:1! Bullen machen Genk platt

Die Chance lebt! Red Bull Salzburg hat den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League wieder selbst in der Hand. Die Salzburger landeten am Mittwoch mit einem verdienten 4:1 (2:0) bei KRC Genk ihren zweiten Saisonsieg in der Königsklasse. Die Tore erzielten Patson Daka (43.), Takumi Minamino (45.), Hwang Hee-chan (69.) und der eingewechselte Erling Haaland (87.) bzw. Ally Samatta (85.).

Auf Salzburg wartet nun ein echtes Finale am 10. Dezember zu Hause gegen Liverpool. Mit jedem Sieg, bei dem man nicht mehr als drei Gegentore erhält, würde Österreichs Meister auf Kosten von Titelverteidiger Liverpool oder SSC Napoli ins Achtelfinale einziehen. Gelingt dies nicht, dürfen sich die Bullen mit dem Umstieg ins Sechzehntelfinale der Europa League trösten. Diesen haben die Salzburger durch ihren zweiten Sieg gegen Genk bereits sicher.

 

Bullen mit nächster CL-Gala

Salzburg war zwar von Beginn weg das bessere Team, doch haperte es zunächst an der Chancenverwertung. Der noch leicht angeschlagene Haaland stand nicht in der Startelf. Auch ohne ihn starteten die Salzburger jedoch gewohnt stark, belohnten sich aber erst kurz vor dem Halbzeitpfiff.

In Genk trafen Patson Daka (43.), Takumi Minamino (45.), Hwang Hee-chan (69.) und Erling Haaland (87.). Für den als "Joker" gekommenen Norweger war es der achte Treffer im fünften Spiel in der "Königsklasse". Das war vor ihm noch keinem Teenager in der Champions League gelungen. In jedem davon hat der von Topclubs in Europa gejagte 19-Jährige getroffen. Den mittlerweile sechs Pflichtspiele sieglosen Genkern gelang durch Ally Samatta (85.) nur Ergebniskosmetik.

 

Salzburg startet ohne Haaland

Marsch setzte auf jene Formation, die auch beim packenden 3:4 bei Liverpool begonnen hatte. Nur der Tormann war mit Carlos Coronel ein anderer, der Brasilianer vertrat weiter den nach einem überstandenen Muskelbündelriss noch nicht mitgereisten ÖFB-Teamgoalie Cican Stankovic. Gespielt wurde im Gegensatz zu den jüngsten Auftritten mit einer Raute, Zlatko Junuzovic gab dabei den defensivsten Mittelfeldspieler im Zentrum.

Beinahe hätten die 750 mitgereisten Salzburg-Anhänger schon nach etwas mehr als einer Minute jubeln können, Gaetan Coucke parierte allerdings einen Onguene-Volleyschuss. Die Gäste waren also gleich gut im Spiel, machten auch mehr dafür, ließen aber vorerst die nötige Zielstrebigkeit vermissen. Daka verfehlte eine Minamino-Hereingabe nur knapp (20.) und schoss den Ball aus sieben Metern völlig frei stehend nach Hwang-Vorarbeit mit der Ferse in die Wolken (35.). Das hätte sich beinahe gerächt, Coronel konnte sich bei seiner einzigen Prüfung in Hälfte eins bei einem Samatta-Schuss auszeichnen (38.).

 

Tormonster setzt Schlusspunkt

Kurz vor dem Pausenpfiff legten die Gäste noch den Grundstein für den Sieg. Dank tatkräftiger Mithilfe von Coucke. Der 20-jährige Belgier wehrte einen harmlosen Szoboszlai-Freistoß-Nachschuss nach vorne ab und lieferte damit eine perfekte Vorlage für Daka, der aus kurzer Distanz vollendete. Sein obligatorischer Salto-Jubel durfte natürlich nicht fehlen. Zwei Minuten später traf Minamino ins lange Eck nach Zuspiel des etwas glücklich an den Ball gekommenen Enock Mwepu.

Nach Wiederbeginn erhöhten die Belgier bei der Champions-League-Premiere des neuen deutschen Trainers Hannes Wolf den Druck, bei einem Dewaest-Kopfball (63.) rettete die Stange für Salzburg. Kurz zuvor war Haaland in die Partie gekommen. Und der Norweger setzte sich kurze Zeit später gleich richtig gut in Szene. Nach seiner Hereingabe vollendete Hwang am Fünfer. Genk gab aber nicht auf. Coronel parierte einen Ito-Fernschuss (73.), patzte allerdings in der Folge bei einem Bongonda-Schuss, den er nach vorne abprallen ließ, weshalb Samatta per Kopf abstauben konnte. Der Schlusspunkt war wieder Salzburg vorbehalten. "Tormonster" Haaland kam etwas glücklich aus sechs Metern zum Abschluss und ließ sich diese Chance nicht entgehen.

Dank dem zweiten Champions-League-Sieg im fünften Spiel ging eine Serie weiter, mit Coronel im Tor blieb man auch im siebenten Pflichtspiel in Folge unbesiegt.

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