32 Tonnen Triebfahrzeug wird geborgen

Nach Murtalbahn-Unfall

32 Tonnen Triebfahrzeug wird geborgen

Nach dem Zugsunfall der Murtalbahn am Morgen des 9. Juli an der Landesgrenze Steiermark-Salzburg wird das Triebfahrzeug heute geborgen.

Die 32 Tonnen schwere Murtalbahn wird im ersten Schritt von einem speziellen Schwerlast-Raupenkran seitlich liegend angehoben. Der Ausleger des Krans ist dabei 67 Meter entfernt – so breit ist übrigens ein Fußballfeld.
Danach wird das Triebfahrzeug näher an den 600 Tonnen Raupenkran herangeführt und über die Uferböschung, die angrenzende Wiese sowie über die etwa neun Meter hohe Geländekante auf Straßenniveau geschwenkt. Die Herausforderungen sind allerdings die Vorarbeiten, wie die Fixierung des Triebfahrzeuges und auch das Präparieren der Aufstellfläche für den raupenkran.
Schlussendlich soll mithilfe eines zweiten Mobilkrans das Triebfahrzeug aufgerichtet werden und auf einen Schwerlast-LKW geladen und für den Transport gesichert werden.
Die für die Bergung nötigen Begleitmaßnahmen sind umfangreich: Es wurde in den vergangenen Tagen eine ausreichend tragfähige Plattform für die Mobilkräne errichtet. Der verunfallte „VT31“ wird gleisseitig durch Stahlseile gegen ein ungewolltes Abdriften durch den anströmenden Wasserdruck gesichert. Die Bahnstrecke zwischen Murau und Tamsweg wird für den Tag der Bergung komplett gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet.
Man sei übrigens für alle Eventualitäten vorbereitet – spektakulär wird diese Bergung aber ohnehin!