2005 begann die Preisexplosion

Warenkorb- Analyse der AK:

2005 begann die Preisexplosion

Seit 20 Jahren nun ist Österreich bei der EU. Vor allem nach der Einführung des Euros 2002 hatte man das Gefühl alles wurde teurer und der Euro wurde zum "Teuro". Doch ganz so ist es nicht, das hat nun eine Erhebung der Arbeiterkammer Salzburg ergeben. So sind die Preise in den ersten 10 Jahren nach dem EU-Beitritt moderat gestiegen und die Lebensmittelpreise sogar leicht gesunken (-0,50 Prozent). Erst seit 2005 wurde vieles teurer. So sind die Lebensmittelpreise um fast 30 Prozent gestiegen. Bemerkenswert ist, dass die Getränkepreise in der Gastronomie wesentlich stärker angestiegen sind als im Handel. So hat 1995 ein kleines Bier noch rund 2 Euro im Schnitt gekostet und jetzt zahlt man im Schnitt dafür 3 Euro 20. Ähnlich ist das Preisverhältnis beim Kaffee. "Gestiegene Rohstoffpreise werden von den Herstellern hier oft als Hauptursache genannt", so AK-Experte Stefan Göweil. Am extremsten ist die Preissteigerung bei einer Tasse Tee.  So zahlt man heute dafür schon fast drei Euro in einem Lokal. Deutlich teurer wurden in den letzten zehn Jahren auch Süßigkeiten, Tiefkühlprodukte und Drogerie Produkte. Im Vergleich zu Tierfutter ist Babynahrung auch viel teurer geworden. Sowohl im lang- als auch im kurzfristigeren Vergleich haben diese Produkte gleich um 40 Prozent angezogen.

Eigenmarken wirken preisdämpfend

Speziell bei Produkten wie Mehl, Reis und Zucker bemerkt man die dämpfende Wirkung der in den letzten Jahren stark zugenommenen Eigenmarken im Billigsegmentbereich. Vor allem Käse und Brot sind dadurch im Schnitt billiger geworden. Für die Arbeiterkammer ist die Preisexplosion nicht in allen Produktgruppen logisch nachvollziehbar, so Arbeiterkammer Präsident Siegfried Pichler.  Die Arbeiterkammer Salzburg fordert ein transparentere Preisgestaltung, und das Offenlegen der Kalkulationen der Handelskonzerne.

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