Kinderstadt Mini Salzburg

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10. Kinderstadt Mini-Salzburg

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Neue Visionen von Leben, Arbeit, Freizeit: 10. Ausgabe von Mini-Salzburg sprudelt vor innovativen Ideen

„Spannung!“, „Vorfreude!“, „Ich will Bürgermeisterin werden!“, „Aufregung!“ „Sehnsucht!“ „Ein Traum, der Wirklichkeit ist!“ und „Da kann ich tun, was ich will, da darf ich sein, wer ich bin!“ sind die schnellen Antworten der Kinder auf die Frage, was ihnen spontan einfällt, wenn sie an Mini-Salzburg denken.
Ein Jahr später als geplant – nach einer covidbedingten Zwangspause – öffnet die Salzburger Kinderstadt im Sommer wieder für drei Wochen ihre Tore. Von 29. Juni bis 16. Juli heißt es dann zum nunmehr 10. Mal „ganz Salzburg passt in eine Halle“. In der Eisarena und im Volksgarten entfaltet sich die Jubiläums-Spielstadt, in der Kinder und Jugendliche von sieben bis 14 Jahre arbeiten, studieren, mitbestimmen und wählen, auf der die Bühne stehen, Sachen erfinden, Geld verdienen, Erste Hilfe leisten, Filme drehen, kochen, sich für eine Idee engagieren und jede Menge Spaß haben.
Die Kinderstadt Mini-Salzburg ist, wie „echte“ Städte auch, ein organischer Kosmos, der wächst und sich entwickelt. Die Themen Partizipation, Gleichberechtigung, soziales Engagement, Energieeffizienz, Gesundheit, Regionalität, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind traditionell im Konzept etabliert, die Kinderstadt gilt bereits seit ihrer letzten Ausgabe 2019 als Green Event.

Neu: Campingplatz, Wellnessoase, Bewohnerservice und Unfallschutzzentrum

Der neu gestaltete Volksgarten als bewährter Außenbereich von Mini-Salzburg bietet die Gelegenheit, einen langgehegten Wunsch der Mini-Salzburger*innen in diesem Sommer endlich zu erfüllen: Im Lauf der drei Wochen wird im Außenbereich ein Campingplatz entstehen - wer früh genug dran ist, kann sich hier für eine Auszeit in der Kinderstadt einen ganz besonderen Platz mieten! Und sich beliefern lassen – zum Beispiel mit fruchtigen Drinks aus der Beachbar oder einer Portion Henndorfer Frischkäse aus der Milchbar. Hier bereichert Woerle das kulinarische Angebot und die Naschkatzen können sich auf gesunde Snacks freuen. Auch der Beauty-Salon wird „nach draußen“ wandern und um einen Wellness-Bereich erweitert. Durch den neu gewonnenen Sponsor „dm“ eröffnen sich hier für die Mini-Salzburger*innen bisher ungekannte Möglichkeiten zum Relaxen. Natürlich tut sich in der Halle wieder viel und auch hier wird ein verstärktes Augenmerk auf die Lebensqualität in Mini-Salzburg gelegt: Die neue Bewohnerservicestelle gleich neben dem Rathaus wird als zentrale Anlaufstelle für die Wünsche und Ideen der Bürger*innen alles tun, um Aktivitäten in der Kinderstadt zu ermöglichen: Floh- und Tauschmärkte, eine Talente-Börse, eine Straßennamensuche oder Stadtverschönerungsmaßnahmen sind genauso angedacht wie die Organisation einer Charity, bei der die Mini-Salzburg-Bewohner*innen mit Glück ihre Saletti in Euro-Gutscheine verwandeln können. Die Kinder und Jugendlichen werden heuer besondere Aufmerksamkeit auf das das Thema Arbeitssicherheit richten, auf die in Mini-Salzburg großer Wert gelegt wird: Lärmmessungen, Stolperfallen, Arbeitskleidung - um alle möglichen Themen zur Sicherheit am Arbeitsplatz wird sich das Unfallschutzzentrum kümmern und Mini-Salzburg dadurch noch ein Stück unfallfreier machen, Pate ist die AUVA.

Auf dem Plan stehen auch internationale Gäste aus den Partnerstädten: Bereits fix ist, dass in der letzten Woche Mini-München zu Besuch kommen wird und im Gegenzug ist die Mini-Salzburg-Botschaft dann im August in München eingeladen.

Das pädagogische Konzept


Die pädagogischen Ideen einer Spielstadt basieren auf vielen Faktoren, entscheidend ist, dass das Konzept auf die Neugier, die Freiwilligkeit und die Ressourcen aller ihrer Teilnehmer*innen setzt. Die danken es ihr mit ihrer Begeisterung, ihrem Engagement und einer unglaublichen Entwicklung ihres Selbstorganisationpotentials. Die Kinderstadt wird zu einem Bildungsprojekt, bei der die Kinder selbst ihre ungebrochene Bereitschaft zu lernen ununterbrochen unter Beweis stellen.
Die Kinderstadt fördert Kompetenzen, die kaum in Lehrplänen verankert sind. In Mini-Salzburg sind kritisches Denken, Selbstorganisation, Freiwilligkeit, Kommunikation, Kooperation, Kreativität und Flexibilität wichtige Fähigkeiten – das sind Ressourcen, die die Kinder hier in Eigenregie und nebenbei trainieren. Dazu kommt der Hands-on-Charakter, egal ob in der Tischlerei, im TV-Studio, im Restaurant oder in der Elektrowerkstatt, der notwendiges Handwerkszeug für viele Herausforderungen unserer Zeit vermittelt.
Die Kinderstadt fördert Talente und Ressourcen der Kinder und agiert nie defizitorientiert. Die 7- bis 14-Jährigen entscheiden selbst, wo sie sich einbringen, wie lange sie für etwas brauchen, wie lange sie bleiben, wann sie Pause machen, sie nutzen Freiräume für die Entwicklung eigener Ideen. Lernen passiert nicht in 50-Minuten-Einheiten, sondern in Zusammenhängen. Abfragbares Wissen bleibt zweitrangig. Im Vordergrund stehen positive Erlebnisse und das Eigeninteresse, nicht das Lernen als Zweck. Spaß und Lernen sind keine Gegenspieler, sie bedingen einander. In der Kinderstadt werden junge Leute zu ihren eigenen „Bildungsunternehmer*innen“, das Selbstbildungs- und Selbstorganisationspotenzial läuft auf Hochtouren.
Die Kinderstadt nutzt die Vielfalt der Kinder – die Offenheit der Zielgruppe und die Heterogenität der Mitspieler*innen in Bezug auf Alter, Schultyp, Geschlecht, Wohnort, soziale und kulturelle Herkunft ist ein Vorteil. Die Kinder und Jugendlichen ordnen sich den Angeboten nicht leistungs- oder altersbezogen zu, sondern nach ihren Interessen. So profitieren alle auf ihre Weise, sie erfahren was es heißt mitzubestimmen, sich zurecht zu finden, sich in einer großen Menge zu behaupten, Selbstvertrauen zu gewinnen, Eigenverantwortung zu übernehmen, das Tun, worauf man Lust hat. Und sie schließen neue Freundschaften.

10. Kinderstadt Mini-Salzburg
29. Juni – 16. Juli 2022, immer Di bis Sa 11:00 – 18:00 Uhr

Quelle: Mini Salzburg