10. Dezember 2019 14:34
Der Fall "David"
Prozess gegen die zwei Ärzte beginnt
Der Fall hat Österreichweit für Aufregung gesorgt. Der 17 Monate alte Bub war nach einer Operation an den Landeskliniken gestorben. Vor Gericht in Salzburg stehen heute die zwei behandelnden Ärzte.  

Prozess gegen die zwei Ärzte beginnt
© Symbolbild / Getty Images

Alles hat mit einem kleinen, völlig harmlosen, Blutschwämmchen auf der Wange des kleinen Buben angefangen. Der Junge hatte es sich aufgekratzt, weshalb es zu bluten begonnen hat. Die Eltern sind deshalb zur Sicherheit ins Krankenhaus gefahren. Sie haben nichts vom Alptraum geahnt, der ihnen bald bevor stehen würde. Obwohl das Kind bereits zu Abend gegessen hatte, hat es bei der anschließenden OP eine Vollnarkose bekommen. Der Narkosearzt soll am Ende der OP sogar eine zusätzliche Sedierung verabreicht haben. Das Gutachten spricht hier von einer Überdosierung, die nicht notwendig gewesen sein soll. Zwei Gutachten bestätigen ein Fehlverhalten der Ärzte. Der „worst case“ tritt dann tatsächlich ein: Das Kind atmet Erbrochenes ein, was länger nicht bemerkt wird, weil seine Atemfunktionen nicht elektronisch überwacht worden sein sollen. Der kleine David stirbt nach Tagen im Koma schließlich an den Folgen. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf grob fahrlässige Tötung. Dem behandelnden Chirurgen und Narkosearzt drohen bis zu drei Jahre Gefängnis.

Der Prozess startet heute unter großem Medieninteresse um 9 Uhr am Landesgericht Salzburg.

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