Diskussionen nach Mordprozess

Geflohener Häftling

Diskussionen nach Mordprozess

Einem 34-Jährigen wurde am Freitag der Prozess gemacht. Beim mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen Haftfreigänger, der nicht ins Gefängnis zurückgekehrt war. Jetzt meldet sich das Gefängnis in Puch-Urstein zu Wort.

Grundsätzlich gute Erfahrungen mit Haftfreigängern

Der 34-Jährige Freigänger soll vor der Tat immer völlig unauffällig gewesen sein, sagt Gefängnisleiter Dietmar Knebel. Der Mann war nicht ins Gefängnis zurückgekehrt und in der Wohnung des späteren Opfers untergetaucht. Er soll dann im Streit den 64-jährigen erwürgt haben. Dass die Tat während eines Haftfreigangs passiert ist, macht viele fassungslos. Knebel versucht zu beruhigen: „Wir haben prinzipiell sehr, sehr gute Erfahrungen mit dem Freigang gemacht. Es gibt hier kaum einen Missbrauch. In einem Fachgremium wird entschieden, ob jemand vorzeitig schon im Rahmen des Freigangs die Vollzugsanstalt verlassen darf und bei einer Firma beschäftigt wird.“

Restrisiko bleibt

Knebel sagt aber auch, dass es immer ein Restrisiko geben wird. Aktuell sind es 29 Haftfreigänger. So viele wie noch nie in Salzburg. „Die Zahl der Freigänger in Salzburg ist massiv gestiegen“, so Knebel. Grund dafür ist der neue Gefängnis-Standort seit zweieinhalb Jahren in Puch-Urstein. Im neuen Gefängnis sind mehr Häftlinge untergebracht und das Gefängnis steht mitten im Industriegebiet. Dadurch gibt es laut Knebel verstärkt die Möglichkeit, Insassen im Rahmen des Freigangs bei Firmen zu beschäftigten.

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