Bewährungsstrafe für ehemaligen Kindergartenpädagogen

Mildes Urteil nach Kindesmissbrauch:

Bewährungsstrafe für ehemaligen Kindergartenpädagogen

Der 24-Jährige hatte sich im November selbst bei der Polizei gestellt. Er hatte damals drei Übergriffe auf Kinder gestanden. Kurz darauf hatten sich fünf weitere Opfer bei der Polizei gemeldet. Der Angeklagte hat daraufhin ein neues Geständnis abgelegt. Er hat die Übergriffe auf alle acht Kinder zugegeben. Die meisten dieser Fälle sind während seiner Zeit im Kindergarten Neumarkt geschehen, bestätigt Staatsanwaltschafts-Sprecher Robert Holzleitner: "Da sind insgesamt sechs Kinder betroffen, die er zum Teil schwer sexuell missbraucht hat, also zwei davon wurden schwer sexuell missbraucht. Da geht es darum, dass hier dem Beischleif gleichzusetzende Handlungen vorgenommen wurden."

Übergriffe bereits vor 2014

Die Übergriffe im Kindergarten Neumarkt sind im Jahr 2014 geschehen. Schon davor soll er zwei Kinder während seiner Ausbildung und seiner Zeit als Zivildiener sexuell missbraucht haben. Der Prozess begann am Freitag um 9 Uhr, um kurz vor 12 Uhr fiel dann schon das Urteil.

Mildes Urteil

Mit ihm laufe etwas falsch, das wisse er, sagte der ehemalige Kindergartenpädagoge, der heute zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Der 25-jährige hat zugegeben, 8 Kinder im Kindergarten Neumarkt am Wallersee und während seiner Ausbildung und seiner Zeit als Zivildiener sexuell missbraucht zu haben. Der Mann muss nicht ins Gefängnis. Das noch nicht rechtskräftige Urteil lautet 18 Monate bedingte Haft. Er hat ein Berufsverbot erhalten, muss eine Psychotherapie machen und eine Geldstrafe von 2.100 Euro bezahlen. Gedroht hätten ihm bis zu 10 Jahre Haft. Als mildernd wurde das umfassende und reumütige Geständnis gewertet, auch wenn der Angeklagte, als es einen ersten Verdacht gegeben hat, noch alles abgestritten hat. Der 25-Jährige hatte sich ja erst zwei Jahre später gestellt.

Die Eltern einiger betroffener Kinder haben heute als Zeugen ausgesagt. Die Kinder leiden noch heute unter der Übergriffen.

Auch der Neumarkter Bürgermeister Adolf Rieger ist über das milde Urteil geschockt. Er sagt, das Urteil sei zu mild und würde andere mögliche Täter nicht abschrecken.

Zum Schutz von ihm und zum Schutze der Kinder hat der ehemalige Kindergartenpädagoge heute vor Gericht das Berufsverbot akzeptiert. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile Berufung angemeldet. Sie strebt eine höhere Strafe an.

Kopie von Antenne Salzburg Nachrichten klein © Antenne Salzburg

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