07. Jänner 2019 15:21
Keine Verschnaufpause für die Einsatzkräfte
Achtung vor Neuschnee auf den Dächern!
Die rekordverdächtigem Schneemengen sorgen weiter für eine äußert angespannte Lage in Salzburg. 
Achtung vor Neuschnee auf den Dächern!
© oe24

Den Einsatzkräften und Straßenmeistereien wird derzeit alles abverlangt und das schon seit Tagen. Bis jetzt waren seit Samstag auch insgesamt 71 Feuerwehren bei fast 300 Einsätzen mit fast 1.600 Mann im Einsatz. Vor allem im Tennengau und Flachgau hat es aufgrund umgestürzter Bäume auch zahlreiche Stromausfälle gegeben. Auch bei der Stromversorgung gibt es nach wie vor Probleme. Aktuell sind noch rund 520 Kunden ohne Stromversorgung.

Am stärksten betroffen sind die Gebiete Hintersee und Faistenau im Flachgau sowie im Bereich Tennengau, insbesondere in St. Koloman, Adnet, Annaberg und Lungötz. Auch im Pongau kommt es im Bereich Eben zu Netzausfällen. Die Techniker der Salzburg Netz GmbH arbeiten auf Hochtouren um die betroffenen Haushalte rasch wieder zu versorgen.

In Salzburg gibt es nun wie berichtet auch ein erstes Todesopfer. Ein 35-jähriger Skifahrer ist gestern im freien Gelände abseits der Pisten im Skigebiet von Zauchensee tödlich verunglückt. Der Slowene dürfte bei der Abfahrt gestürzt sein. Er ist mehr als einen Meter hohen Tiefschnee stecken geblieben.

Der viele Neuschnee auf den Dächern kann nun auch zu statischen Problemen führen. Davor warnen nun Experten. Das Gewicht steigt durch den Neuschneezuwachs immer mehr. Zum Teil liegt fast ein Meter Neuschnee oder sogar noch mehr auf den Dächern. Zudem werden in den nächsten 10 Tagen zum Teil weitere 70 Zentimeter Neuschnee erwartet. Die Niederschlagspausen sollten daher genutzt werden, die Dächer soweit es geht vom Schnee zu befreien, rät der Leiter der Lawinwarnzentrale Bernhard Niedermoser: „Das Problem der Schneelast auf den Dächern, ist ja nicht nur die Last des Schnees, sondern auch das der Regen reinrinnt und das Wasser  sich gewisse Wasserkanäle sucht in der Schneedecke und dann punktuell noch viel größere Lasten auftreten.“

Die Bergrettung warnt unterdessen auch weiter auch vor Skitouren abseits der Piste. Es herrscht nach wie vor die zweithöchste Lawinenwarnstufe.

 

 

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