Zahl der Verkehrstoten stark gestiegen

44 Salzburger Todesopfer im Vorjahr

Zahl der Verkehrstoten stark gestiegen

Salzburg zählt leider zu jenen fünf Bundesländern, wo im Jahr 2017 mehr tödliche Verkehrsunfälle passierten als im Jahr 2016, macht der VCÖ aufmerksam. 44 Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben, um 13 mehr als im Jahr 2016. Österreichweit ist die Zahl der Verkehrstoten hingegen gesunken. Der VCÖ spricht sich nach Schweizer Vorbild für verstärkte Maßnahmen gegen Schnellfahren aus sowie für ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz mit häufigeren Verbindungen.

 

44 Todesopfer forderte im Vorjahr der Straßenverkehr im Land Salzburg, so die traurige Unfallbilanz. Während österreichweit die Zahl der Verkehrstoten gesunken ist, hat sie in Salzburg im Vorjahr um 13 zugenommen, was einem Anstieg um mehr als ein Drittel entspricht, berichtet der VCÖ. Die niedrigste Anzahl an Verkehrstoten wies Salzburg im Jahr 2014 mit 27 auf.

 

Die Zahl der Todesopfer durch Verkehrsunfälle ist in Österreich im Vergleich zu den sicheren Staaten Europas sehr hoch. So wurden in Österreich im Vorjahr im Straßenverkehr fast doppelt so viele Menschen getötet wie in der Schweiz. "Die Schweiz geht konsequenter gegen Schnellfahren vor. Es gibt beim Überschreiten von Tempolimits de facto keine Toleranz und wer 20 km/h zu schnell fährt, zahlt umgerechnet mehr als 150 Euro, das ist fünfmal so hoch wie in Österreich", erklärt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. In Österreich war heuer jeder vierte tödliche Verkehrsunfall die Folge von zu hohem Tempo.

 

Vorbild ist die Schweiz auch bei unfallvermeidenden Maßnahmen, betont der VCÖ. So ist in der Schweiz im Ortsgebiet die Verkehrsplanung meist fußgängerfreundlich, es gibt landesweit mehrere hundert Begegnungszonen. Die Infrastruktur für den Radverkehr ist in der Schweiz besser. Und die Schweiz profitiert vom dichten Bahnnetz mit seinen häufigen Verbindungen, denn das Unfallrisiko mit dem Auto ist um ein Vielfaches höher als mit der Bahn.

 

Der VCÖ fordert den verstärkten Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots in den Ballungsräumen und in den Regionen. Es braucht in Österreich eine zusätzliche Nahverkehrsmilliarde, um bestehende Engpässe beziehungsweise Mängel im Angebot rascher zu beheben. Darüber hinaus soll es in den Gemeinden Gemeindebusse und Anrufsammeltaxis geben. Damit Gemeinden diese bedarfsorientierten Angebote als Ergänzung zum Linienverkehr finanzieren können, soll ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen dafür zweckgewidmet werden, schlägt der VCÖ vor.

 

Quelle: VCÖ

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