Wetter beeinflusst Verhalten von Autofahrern

Risikoeinschätzung

Wetter beeinflusst Verhalten von Autofahrern

Schlechtwetter wie Regen, Schneefall oder Nebel bringen winterliche und damit herausfordernde Fahrbahnbedingungen mit sich. "All das beeinflusst nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Stimmung des Lenkers. Risiken auf der Straße werden, abhängig vom Wetter, unterschiedlich eingeschätzt ", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

Laut Verkehrspsychologin fühlen sich besonders Fahranfänger und Gelegenheitsfahrer vom Wetter stärker negativ beeinflusst als beispielsweise durch die Ablenkung durch Telefonieren. "Aber auch Vielfahrer sind vom Wetter beeinflusst. Bei ihnen ist jedoch die Routine höher – sodass sie meinen, besser mit wetterbedingten Schwierigkeiten umgehen zu können", sagt die ÖAMTC-Expertin. Als besonders belastend werden sowohl von Viel- als auch von Wenigfahrern Glatteis, Nebel, tiefstehende Sonne und Schnee- bzw. Eisfahrbahn empfunden.

Jeder zweite Unfall bei winterlicher Fahrbahn ist ein Alleinunfall

Ein Blick auf die Unfallzahlen der vergangenen fünf Jahre zeigt, dass bei winterlichen Bedingungen und nasser Fahrbahn rund ein Viertel aller Unfälle mit Personenschaden passieren – das entspricht österreichweit etwa 8.700 Unfällen pro Jahr. Was die Statistik ebenfalls zu Tage fördert: Der Fahrbahnzustand ist ein enormer Einflussfaktor bei Alleinunfällen (bei denen nur ein Fahrzeug beteiligt ist). So war in den vergangenen fünf Jahren rund jeder zweite (51,9 Prozent) Unfall auf Schneefahrbahn ein Alleinunfall. Auf nasser Fahrbahn waren rund ein Drittel der Unfälle ohne Fremdbeteiligung (31,5 Prozent), während auf trockener Fahrbahn etwa ein Viertel (23,1 Prozent) Alleinunfälle waren.

Defensiv fahren, genügend Abstand halten, ruhig bleiben

"Gerade bei schlechten Wetterbedingungen ist eine defensive, konzentrierte Fahrweise mit genügend Sicherheitsabstand gefragt. So können Gefahrensituationen entschärft werden", appelliert Seidenberger. Denn eine weitere Auswirkung des Wetters kann eine generell getrübte oder gestresste Stimmung bei den Verkehrsteilnehmern sein. Und auch das Ärgernispotenzial steigt, wenn beispielsweise täglich der Eiskratzer bemüht werden muss und man auf verschneiten Straßen nicht wie gewohnt vorankommt.  

Die ÖAMTC-Verkehrspsychologin rät daher, sich ausreichend gegen Kälte, widrige Witterung, eingeschränkte Sichtbedingungen und ein dadurch drohendes Stimmungstief zu wappnen: "Die passende saisonale Fahrzeugausrüstung mit guten Winterreifen, die Anpassung des Fahrstils sowie großzügigere Planung der  Anfahrtszeit können helfen, Stress und Unfälle zu vermeiden."

Quelle: ÖAMTC

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