Werner Faymann tritt zurück

Mitterlehner interimistisch Kanzler

Werner Faymann tritt zurück

Paukenschlag vor dem Parteivorstand der SPÖ: Werner Faymann legt seine Funktionen als Parteivorsitzender der SPÖ sowie als Bundeskanzler zurück. Das erklärte er am Montag in einem kurzen Statement nach dem Treffen mit einigen SPÖ-Landesparteichefs im Bundeskanzleramt. Der starke Rückhalt innerhalb der Partei für seinen Kurs sei verloren gegangen, begründete er seinen Schritt.

"Ich bedanke mich für siebeneinhalb Jahre und wünsche meinem Nachfolger viel Glück", meinte Faymann bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz. "Ich trete zurück, weil ich keinen Rückhalt mehr in der Partei habe."

"Schwierige Zeiten"

Werner Faymann erklärte, es gehe nicht darum, wer die Mehrheit in der Partei hat, sondern, wer "in dieser schwierigen Zeit der großen Herausforderungen" - etwa Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die hohen Wettbewerbsbedingungen, die Fragen des sozialen Zusammenhalts und der Flüchtlingskrise - zurande komme.

Die Frage lautet: "Hat man die volle Rückendeckung, einen starken Rückhalt in der Partei? Das muss ich Ihnen mit Nein beantworten. Dieser starke Rückhalt ist verloren gegangen. Die Mehrheit ist zu wenig, trotzdem bedanke ich mich bei allen Mitstreitern, die in diesen Tagen zu mir gestanden sind", sagte Faymann.

"Konsequenzen aus geringem Rückhalt"

"Ich ziehe aus diesem zu geringen Rückhalt die Konsequenzen, lege meine Funktionen als Bundesparteiobmann und Bundeskanzler mit heutigem Tag zurück". Er habe bereits Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) persönlich informiert.

"Es geht um Österreich"

Faymann zeigte sich "felsenfest" überzeugt, "dass dieses Land mit diesen Herausforderungen fertig wird und auch in Zukunft ein starkes Land sein wird". Der scheidende Bundeskanzler wünschte der Regierung und seinem noch zu bestimmenden Nachfolger "schon jetzt alles erdenklich Gute". "Es geht um viel, es geht um Österreich." Er sei sehr dankbar, dass er Österreich in der Vergangenheit habe dienen dürfen.

Wer wird Nachfolger?

Heißester Kandidat auf die Faymann-Nachfolge ist nun ÖBB-Chef Christian Kern. Laut Partei-Insidern laufe derzeit vieles auf Kern hinaus.

Als Alternative wird Time Warner-Manager Gerhard Zeiler ins Spiel gebracht, der vor allem zu Wiens Bürgermeister Michael Häupl beste Beziehungen hat.

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