Vor einem Jahr fuhr der erste Flüchtlingszug ein

Ein Jahr Flüchtlingskrise in Salzburg

Vor einem Jahr fuhr der erste Flüchtlingszug ein

Am Abend und in der Nacht kommen in Summe über 1.500 Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof an. Sie verbringen die Nacht mit ihren Kindern in der Bahnhofshalle, bevor es weiter mit dem Zug nach Deutschland geht. Dann geht eine Welle der Hilfsbereitschaft durch das Land, freiwilligen Helfer versorgen am Bahnhof die Flüchtlinge mit Essen und Getränken.

Am Bahnhof werden schließlich 600 Feldbetten aufgestellt. Doch schon am ersten Septemberwochenende haben bereits über 20.000 Flüchtlinge den Salzburger Haupt­bahn­hof passiert, nur drei von ihnen haben in Salzburg um Asyl angesucht. Alle anderen sind nach Deutschland weitergereist. Täglich passieren bis Mitte September über 5.000 Flüchtlinge den Salzburger Hauptbahnhof in Richtung Deutschland.

Züge nach Deutschland werden eingestellt
Mitte September müssen die ÖBB den Zugverkehr nach Deutschland teilweise einstellen. Die Flüchtlinge müssen aussteigen und werden daher in der eingerichteten Notunterkunft in der Bahnhofs Tiefgarage untergebracht was zum Teil für Tumulte gesorgt hat.

Grenzen nach Deutschland werden geschlossen
Am 13.09. ist es soweit die deutschen Behörden führen zwischen Deutschland und Österreich wieder Grenzkontrollen ein. Am Walserberg und an der Grenze Freilassing wird der Verkehr auf nur einen Fahrstreifen verengt, was natürlich täglich zu langen Staus führt. Täglich häufen sich die Meldungen von Flüchtlingen auf Salzburgs Autobahnen und Schleppern die an den Grenzen festgenommen werden. Zudem muss der Zugverkehr Richtung Deutschland immer wieder eingestellt werden, weil Flüchtlinge über die Gleise gehen. Die Situation in Salzburg bleibt weiter angespannt, teilweise sogar chaotisch. Flüchtlinge drängen auf die Bahnsteige und viele kommen mit Bussen, Zügen oder auch mit Privatautos und Taxis an. Am 16. September machen sich 1.000de Flüchtlinge vom Salzburger Hauptbahnhof zu Fuß in Richtung Freilassing. 100te verbringen die Nacht bei der Saalach-Brücke im Freien. Die Stadt Salzburg baut schließlich bei der Grenze zu Freilassing eine Notversorgung und Zelte auf. Schließlich können auch in der alten Autobahnmeisterei in Liefering 600 Flüchtlinge einziehen. Erst Mitte Oktober entspannt sich die Lage etwas in Salzburg. Es warten zwar weiter hunderte Flüchtlinge auf die Einreise nach Deutschland, doch es sind deutlich weniger geworden. Erst als Österreich seine Grenze in der Steiermark sichert und vor allem die Balkanroute geschlossen wurde hat der Flüchtlingsstrom spürbar abgenommen. Was bleibt sind nun 4.700 Flüchtlinge die in Salzburg auf einen Asylbescheid warten und Grenzkontrollen gibt es nach wie vor, eine Ende ist nicht in Sicht.

Der Kontrollen halten bis heute an und werden wegen dem nicht enden wollenden Flüchtlingsstrom auch 2016 nicht wegzudenken sein

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