Red Bulls gleichen aus

Playoff Halbfinale

Red Bulls gleichen aus

Der EC Red Bull Salzburg hat in der Playoff-Halbfinalserie der Erste Bank Eishockey Liga gegen die spusu Vienna Capitals auf 2:2 ausgeglichen. Die Red Bulls gewannen in der mit 3.400 Zuschauern ausverkauften Salzburger Eisarena in einer begeisternden Begegnung mit 5:3, haben dabei im Schlussdrittel noch einen Rückstand gedreht und haben nun in Wien die Chance, in der Serie in Führung zu gehen.  

Peter Hochkofler hat sich heute nach knapp fünfwöchiger Verletzungspause zurückgemeldet, somit fehlten den Red Bulls noch Brent Regner, Dustin Gazley und Dario Winkler. Und die Salzburger drehten sofort auf und drückten die Gäste in den ersten Minuten in ihr Verteidigungsdrittel zurück und stifteten Verwirrung vor dem Tor. Die Capitals fingen sich erst nach und nach, wurden aber sofort gefährlich. In der neunten Minute gingen sie dann auch in Führung, Salzburgs Goalie Steve Michalek konnte die Scheibe nach einem verdeckten Schuss nicht festhalten und Taylor Vause drückte sie über die Linie. In der 12. Minute waren die Red Bulls dem Ausgleich nahe, schossen im Powerplay drei-, viermal aus kürzester Distanz, hatten aber gegen Wiens Schlussmann Jean Philippe Lamoureux kein Glück. Es blieb heiß bis zur ersten Pause und die Salzburger waren insgesamt die aktivere Mannschaft, mussten aber den 0:1-Rückstand in die Pause mitnehmen.   

Zu Beginn des zweiten Abschnitts glichen die Red Bulls aus. Bei einem unwiderstehlichen 2 auf 1-Konter legte Mario Huber vor dem Tor quer auf Dominique Heinrich ab und der netzte zum 1:1 ein. Danach überstanden die Hausherren ein vierminütiges Unterzahlspiel, Steve Michalek war auf dem Posten. Es ging weiter mit viel Kampf und von Hektik geprägten Spielszenen. In der 36. Minute gingen die Wiener wieder in Führung, Julian Großlercher lenkte einen Pass in den Slot direkt ins Tor. Die Red Bulls hatten aber die Antwort. In der 39. Minute kamen sie über einen Konter ins Angriffsdrittel, Thomas Raffl passte in den Lauf von Brant Harris, de sehenswert aus spitzem Winkel verwertete. Nach 40 hart umkämpften Minuten stand es 2:2. 

Im Schlussdrittel gerieten die Red Bulls nach weiterhin ausgeglichenem Spiel in der 47. Minute erneut in Rückstand, Julian Großlercher kam in der Offensivzone glücklich an die Scheibe und netzte aus kurzer Distanz zum zweiten Mal ein. Zwei Minute später hatte Thomas Raffl den Ausgleich auf dem Schläger, traf im Powerplay vor dem Tor mit dem One-timer genau den Goalie. In der 51. Minute aber zog Alexander Rauchenwald aus dem halbhohen Slot ab und traf mit einem Handgelenksschuss ins Kreuzeck zum 3:3-Ausgleich. Nun gab es kein Halten mehr, weder auf dem Eis noch auf den Zuschauerrängen. In der 58. Minute passte John Hughes von hinterm Tor in den Slot und Raphael Herburger hämmerte die Scheibe zur 4:3-Führung ins Tor. John Hughes machte in der Schlussminute schließlich noch das Empty-Net-Tor und stellte auf den 5:3-Endstand für die Red Bulls. 

In der Best-of-Seven-Serie steht es damit 2:2, das fünfte Halbfinalspiel zwischen den Red Bulls und den Vienna Capitals steigt am Sonntag in Wien (17:00 Uhr, Sky Sport).  


Erste Bank Eishockey Liga | Playoff-Halbfinale 
EC Red Bull Salzburg – spusu Vienna Capitals  5:3 (0:1, 2:1, 3:1) 
Tore: Heinrich (22.), Harris (39.), Rauchenwald (51.), Herburger (58.), Hughes (60./EN) resp. Vause (9.), Großlercher (36., 47.)


Salzburgs Head Coach Andreas Brucker zufrieden: “Wir haben zuletzt immer gut begonnen, waren dieses Mal auch konstant über das ganze Spiel, auch wenn wir wieder zweimal in Rückstand geraten sind. Aber die Moral passt, wir bekommen immer mehr Selbstvertrauen und kämpfen uns immer wieder zurück. Zwei Gegentore wären wohl vermeidbar gewesen, aber wir haben uns heute genügend Chancen erarbeitet und das wurde belohnt.“

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