Prozessvertagung

Grob fahrlässige Tötung des 17 Monate alten Davids

Prozessvertagung

Ein 58-jähriger Kinderchirurg und ein 47-jähriger Anästhesist. Der 17 Monate alte Bub ist im April 2018 nach einer Operation an den Landeskliniken gestorben – wir haben berichtet. Gestern ist aber noch kein Urteil im Prozess gefallen.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautete gestern auf grob fahrlässige Tötung. Vor allem dem Chirurgen war die Betroffenheit über den tragischen Tod von David anzumerken. Die Verteidiger sprachen im Namen ihrer Mandanten großes Bedauern aus. Eine Schuld haben die Angeklagten bisher aber noch nicht eingestanden. Ein medizinisches Gutachten ist zum Schluss gekommen, dass die Operation nicht dringend durchgeführt werden musste. Insgesamt wurden zwei Gutachten durchgeführt, welche beide ein Fehlverhalten der Ärzte attestierten. Der Anästhesist sei davon ausgegangen, dass er nur einen leichten Sedierungszustand beim Kind ausgelöst hat. Außerdem sind neue Details ans Licht gekommen: Der 47-jährige Anästhesist hat angegeben, dass die Wunde nicht zu bluten aufgehört habe und hat wörtlich von zwei größeren Blutlachen am Boden des Behandlungszimmers gesprochen. Beide Anwälte der angeklagten Ärzte haben gestern eine grobe Fahrlässigkeit ihrer Mandanten bestritten. Den beiden Ärzten drohen bei einer Verurteilung bis zu drei Jahre Gefängnis.

Der Prozess ist von der Richterin gestern auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Die Gutachten der Sachverständigen sollen beim nächsten Verhandlungstermin erörtert werden.

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