Notenprozess

Lehrer vor Gericht

Notenprozess

Der Vater eines Salzburger Schülers beschwerte sich über die ungerechte Benotung seines Sohnes. Der Schüler war nach längerer Erkrankung im letzten Jahr bei einer Wiederholungsprüfung in Mathematik durchgefallen. Weil er bereits zwei Vierer im Zeugnis hatte, durfte er nicht in die achte Klasse aufsteigen. Die Eltern beschwerten sich daraufhin beim Unterrichtsministerium. Die Lehrer klagen jetzt auf Rufschädigung.

Die Reaktion der Lehrer sei jedoch ein Einzelfall! Dass sich Eltern wegen ungerechtfertigter Behandlung an das Unterrichtsministerium wenden, kommt hingegen häufig vor.

 

Jedoch ist Vorsicht geboten: Rein rechtlich gesehen, kann man gegen unfaire Benotung oder Sitzenbleiben nicht klagen, da das Zivilrecht dort nicht greift. Allerdings ist es möglich eine Beschwerde beim Landesschulrat einzubringen, dies ist aber nur gegen das Sitzenbleiben, nicht aber gegen schlechte Noten möglich. Insgesamt werden pro Schuljahr 30 bis 50 Berufungen eingelegt.

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