Kinderstadt Mini-Salzburg

Heute geht es los

Kinderstadt Mini-Salzburg

 Von 26. Juni bis 13. Juli heißt es dann „ganz Salzburg passt in eine Halle“: In der Eisarena und im Volksgarten entfaltet sich die Spielstadt, in der Kinder und Jugendliche von sieben bis 14 Jahre arbeiten, studieren, mitbestimmen und wählen, auf der die Bühne stehen, Sachen erfinden, Geld verdienen, Erste Hilfe leisten, Filme drehen, kochen, sich für eine Idee engagieren und jede Menge Spaß haben.

Ein – momentan auch medial im Fokus stehendes – Thema der Kinderstadt ist der Klimaschutz und damit das Sichern und Bewahren des eigenen Lebensumfelds, weltweit sichtbares Zeichen sind die gut besuchten Klima-Streiks „fridays for future“.  Die Salzburger Kinderstadt versucht bereits seit ihrem Beginn auf ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit besonders Rücksicht zu nehmen.

Kinderstadt = Green Event

Mit der Eisarena im Volksgarten nutzt Mini-Salzburg ein bestehendes Gebäude, das andernfalls in diesem Zeitraum ungenutzt wäre, Einkäufe werden per Fahrrad erledigt, auch die Mitarbeiter*innen und vor allem die Mini-Salzburger*innen reisen vorwiegend mit dem Rad an oder nutzen den öffentlichen Verkehr. Kinderstadt-Partner kommen aus der Umgebung und die Verwendung saisonaler Produkte sichern eine regionale Wertschöpfung.

 

Das beliebteste Getränk in Mini-Salzburg ist übrigens Leitungswasser, Abfall wird so weit als möglich vermieden, jedenfalls aber von den Kindern vor Ort getrennt und Energieeffizienz wird in allen Spielstationen zum Thema gemacht. So verwundert es auch nicht, dass Mini-Salzburg 2019 green event ausgezeichnet ist.

Kinderstadt als Trendsetter

Die Besucher*innen der Kinderstadt beweisen, dass sie Demokratie interessant finden und für sich erobern: Wenn in Mini-Salzburg Wahlen ausgerufen werden, engagieren sich Kinder und Jugendliche mit pfiffigen Ideen für die Dinge, die ihnen am Herzen liegen. Sie entwickeln ihr Leben in Mini-Salzburg täglich neu, führen Gespräche, eignen sich ihre Stadt an und erleben den Mikrokosmos als aktuelle Wirklichkeit, in der sie alles ausprobieren – auch komplexe politische Zusammenhänge und komplizierte soziale Sachverhalte.

 

Barrierefreiheit, Akzeptanz der verschiedensten sexuellen Orientierungen, Gendermainstreaming und Geschlechtergerechtigkeit sind in der Spielstadt tief verwurzelt, betont auch Thomas Schuster, Geschäftsführer des Vereins Spektrum: So wurde die erste Bürgermeisterin Salzburgs in Mini-Salzburg gekürt und geheiratet wird, wem das Herz gehört. Die Löhne und Gehälter, die in der Währung „Saletti“ ausgezahlt werden, sind für alle gleich und „geht nicht“ wird zumindest in „probieren wir es“ umgewandelt.

Neue Station: Denkfabrik

Dabei helfen soll auch eine Station, die aktuelle demokratiepolitische Strömungen aufnimmt: In der „Denkfabrik“ braucht man keine Arbeitskarte, ohne die auch in Mini-Salzburg sonst gar nichts geht, vorzuweisen. Hier kann man sich ausprobieren, spintisieren und sich solidarisch engagieren. Nicht Geld, sondern das eigene Talent wird an dieser speziellen Station zum Zahlungsmittel: Hier zahlt man mit einem Gedicht, tauscht eine Geschichte gegen eine andere „Leistung“, bedient sich am Bücherschrank oder macht sich Gedanken über Nachhaltigkeit.

 

Angetan und bester Laune zeigten sich auch die anwesenden Vertreterinnen aus der Politik und die Sponsor*innen und Projektpartnre*innen. So betonten sowohl GR Sabine Gabath, die in Vertretung von der ressortzuständigen Stadträtin Anja Hagenauer anwesend war, wie auch LR Andrea Klambauer, dass sie selbst als Mütter durch ihre Kinder die Kinderstadt kennen gelernt haben und die hohe pädagogische Kompetenz der Spielstadt schätzen.

 

AK-Präsident Peter Eder verwies in seinem Statement auf seine eigenen Erfahrungen aus der Kinderstadt – er selbst hat viele Jahre den AK-ÖGB-Stand mitbetreut – und hob die Wichtigkeit des geschützten Tuns und Ausprobierens der Arbeitswelt hervor. Zudem hofft er auf die Wahl der ersten weiblichen AK-Präsidentin der Kinderstadt und kündigte bereits an, dass er seine jungen künftigen Amtskolleg*innen in die Arbeiterkammer einladen wird.

HEUTE: Offizielle Eröffnung der Kinderstadt um 11.00 Uhr in der Eisarena.

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