Jede 10. Maroni ist schadhaft

Maroniliebhaber aufgepasst

Jede 10. Maroni ist schadhaft

Maroni-Liebhaber aufgepasst: An 9 von 10 Ständen ist mindestens jede 10. Maroni nicht zum Verzehr geeignet. Bei 4 von 10 Ständen ist sogar jede 5. Maroni schlecht. Dieser Schadanteil ist allerdings gesetzlich gedeckt und wurde nur von 2 Ständen überschritten. Besser sieht es beim Kauf im Geschäft aus. In 4 von 8 Fällen war nur jede 10. Maroni mangelhaft. Nur ein Produkt wies einen Schadanteil von 17% auf. Die im Geschäft erworbenen Proben blieben damit vollständig innerhalb der gesetzlichen Vorgaben.

Die Konsumentenschützer der AK prüften nach 2004, 2010, 2014 und 2016 auch heuer wieder die Qualität von Maroni auf Salzburger Adventmärkten und in Supermärkten. Es wurden zwischen 1. und 4. Dezember bei 10 Ständen und 8 Supermärkten jeweils Proben von mindestens 100 Maroni erworben, um diese im Labor auf ihren Schlechtanteil zu testen – dieser darf beim Naturprodukt Maroni laut Gesetzgeber bei 20 Prozent bei der Untersuchung von mindestens 100 Stück einer Probe liegen. Dieser Anteil wurde bei 6 von 10 Ständen unterschritten, bei 2 Ständen genau eingehalten, 2 Stände lagen mit 22 bzw. 23 Prozent nicht verkehrsfähigen Maroni leicht über den gesetzlichen Vorgaben.

In Sachen Schlechtanteil ergab die Untersuchung in den Supermärkten ein besseres Bild. Keine Stichprobe lag über der gesetzlichen Vorgabe. Nur ein Produkt kam mit 17 Prozent dem Grenzwert sehr nahe, 3 Produkte hatten einen Anteil von 10 bis 11 Prozent und 4 Produkte lagen unter 10 Prozent. Der geringste Anteil an „schlechten“ Maroni lag bei 5 Prozent.

Verbesserungswürdig: Kontrolle vor Abgabe an Kunden

Während die Qualität somit im Grunde genommen zufriedenstellend ist, ist die Vorkontrolle durch die Verkäuferinnen und Verkäufer an den Ständen verbesserungswürdig. 4 von 10 Standlern prüften vor Verkauf nicht auf geschlossene, verbrannte oder sonstig mangelhafte Maroni. „Eine Prüfung wäre in jedem Fall notwendig“, fordert AK-Konsumentenschützer Stefan Göweil und hat gleichzeitig einen Tipp für Konsumentinnen und Konsumenten parat:

Nicht nur im Supermarkt, sondern auch beim Erwerb am Maroni-Stand kommt ein Kaufvertrag zustande. Das heißt, Konsumentinnen und Konsumenten haben einen Anspruch auf eine 100-prozentige Qualität und daher ein Recht (Gewährleistungsanspruch) auf Umtausch oder Nachlieferung. Also: Am besten die Maroni in der Nähe des Standes verzehren und beim Fund von schlechter Ware umgehend reklamieren bzw. beim Supermarktkauf zurück in die Filiale und ebenfalls reklamieren. Im Fall der Fälle sollte dies problemlos funktionieren: Ausnahmslos alle Verkäuferinnen und Verkäufer haben am Stand darauf hingewiesen, dass schadhafte Ware umgehend ausgetauscht werden kann.

Unterschiedliche Preisentwicklung an Ständen und in Märkten

Die Preise sind an den Maroni-Ständen seit der letzten Erhebung leicht gestiegen und liegen nun in der Stadt im Schnitt bei 3,9 Euro (+8 Prozent) je Stanitzel (Füllmenge ca. ¼ Liter) – bei Schwankungen zwischen 3,5 und 4 Euro. Ein anderes Bild zeigt sich in den Supermärkten. Während die Preisunterschiede groß sind und zwischen 3,98 und 12,90 Euro je Kilo liegen, ist der Durchschnittspreis im Vergleich zu 2016 um 23 Prozent auf 9,84 Euro gesunken.

Maroni: Superfood vor der Haustür

Auch wenn sich unter den hunderten untersuchten Maroni etliche schlechte verborgen haben, gibt AK-Konsumentenschützer Göweil eine Verzehrempfehlung für das Superfood mit überwiegend italienischer Herkunft. „Maroni sind Naturprodukte und kein hochgestyltes Produkt der Industrie. Qualitätsunterschiede sind völlig normal“, hält er fest. Für Maroni auf dem Speiseplan sprechen die darin enthaltenen wertvollen Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Eiweiß. Zudem sind sie reich an Mineral- und Nährstoffen wie Eisen, Kalium sowie Vitaminen B, C und E. Der hohe Anteil an B-Vitaminen (B1, B2, B3 und B6)  wirkt sich übrigens besonders gut auf das Nervensystem aus. Im Vergleich zu anderen Nüssen enthalten Kastanien wenig Fett und damit auch weniger Kalorien. „Kurz: Maroni haben das Zeug zum Superfood, das am Hauptproduktionsort Italien praktisch vor der Haustür wächst“, erklärt Göweil.

 

Quelle: AK Salzburg

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