Hörschäden und Verbrennungen

Häufigste Verletzungen zu Silvester

Hörschäden und Verbrennungen

Rund 200 Personen müssen laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) jedes Jahr wegen Pyrotechnik-Unfälle ins Krankenhaus. "Zu den häufigsten Verletzungen zu Silvester zählen Verbrennungen und Hörschäden", warnte Rotkreuz-Chefarzt Wolfgang Schreiber. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) rät, Altersbestimmungen, Gebrauchsanleitungen und Sicherheitshinweise beim Silvesterfeuerwerk zu beachten. Feuerwerks- und Knallkörper sind stets vom Körper weg zu richten und sollen niemals in der Hand gehalten oder auf Menschen gerichtet werden, riet Christoph Riedl, Branchensprecher des Pyrotechnikhandels in der WKÖ. Vorsicht gilt bei Selbstimporten aus dem Ausland. "Diese Selbstimporte entsprechen in vielen Fällen nicht den österreichischen Sicherheitsvorschriften", warnte Riedl. Das gilt auch für Bestellungen von Feuerwerkskörpern bei zweifelhaften Quellen im Internet. Mehr als 50 Euro geben Konsumenten laut WKÖ in Österreich rund um Silvester für Feuerwerksartikel aus.

Die Wiener Polizei appellierte an die Bevölkerung, freiwillig auf Pyrotechnik zu verzichten. Im Wiener Stadtgebiet ist das Zünden gängiger Gegenstände ausdrücklich verboten. Soweit es der Polizei möglich ist, wird repressiv gegen Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz vorgegangen, kündigte diese am Freitag an. Es drohen empfindliche Strafen, außerdem werden Raketen und Co. abgenommen.

Hörschäden und Verbrennungen

Laut Rotem Kreuz erleiden jährlich rund 1.000 Menschen Hörschäden durch Böller. "Hört man plötzlich schlechter und hat Schmerzen im Ohr, können das Anzeichen für ein Knalltrauma sein", erklärte Schreiber. "Gehen Sie an einen ruhigen Ort. Bei starken Schmerzen wenden Sie sich an eine Spitalambulanz", riet der Experte.

Werden Finger bei Unfällen abgetrennt, muss die Blutung mit einem Druckverband gestoppt werden. "Wickeln Sie den abgetrennten Finger in einen möglichst keimfreien Stoff und geben Sie ihn in ein Plastiksackerl", sagte Schreiber. Gut geeignet sind das Dreiecktuch oder die Rettungsdecke aus dem Verbandskasten - im Notfall reicht auch ein frisch gewaschenes Stofftaschentuch. Hände weg von Eis und Wasser: Mit beidem sollten abgetrennte Gliedmaßen nicht in Berührung kommen, betonte der Chefarzt.

Bei Verbrennungen soll die betroffene Stelle für zehn Minuten mit Wasser gekühlt werden. Dieses soll nicht zu kalt, sondern handwarm sein. Danach soll die Verbrennung mit einer sterilen Wundauflage abgedeckt und diese mit Mullbinden locker fixiert werden. Bei großfälligen Verbrennungen soll die Rettung unter 144 verständigt werden, sagte Schreiber. "In diesem Fall nicht kühlen - sonst besteht Unterkühlungsgefahr", erklärte der Mediziner.

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