Heute startet die Fastenzeit

Aschermittwoch

Heute startet die Fastenzeit

Mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt für viele strenggläubige Christen die Fastenzeit. Damit geht für Sie ein Verzicht auf  beispielsweise Fleisch, Alkohol oder das Handy einher. Die Fastenzeit kannten natürlich auch schon die religiös überzeugten Mönche im Mittelalter. Obwohl nicht einmal diese das Fasten so ernst nahmen. Wie auch heute noch stand nämlich zu jener Zeit bereits der Verzicht des Fleisches von Warmblütern an.

Allerdings bezog sich dieses nicht auf Fisch, womit die Mönche zu einem Trick greifen konnten. Sie behaupteten einfach, dass ein Bieber ein Fisch sei und begannen daraufhin diesen als eines ihrer Fastenmäler zu bezeichnen. Dieser Verzehr konnte auch bis 1725 munter weitergeführt werden. In diesem Jahr stellte Friedrich Wilhelm I das Schießen der Tiere dann aber unter Strafe. Durch die nun herrschende Überzahl an Bieber, wurden allerdings die Deiche zerstört. Daher hob sein eigener Sohn Friedrich der II das Verbot 1757 wieder auf.  Aus anderen Klöstern ist überliefert, dass dort sogar Enten und Vögel am fastenzeitlichen Speiseplan standen. Eine Begründung dafür war, dass Vögel nach der Schöpfungsgeschichte am selben Tag geschaffen wurden als die Fische.

Das Ganze toppten dann wohl nur mehr die Schwaben. Denn unter dem Motto "fleisch, dass man nicht sieht, existiert nicht" landeten die Maultaschen zwischen dem Aschermittwoch und Karsamstag am Teller. Daher stammt auch der umgangssprachliche Ausdruck "Herrgotsb'scheißerle", da der Liebe Gott das berührte Fleisch nicht zu Gesicht bekam. Nach selber Art und Weise soll auch die Mortadella in italienischen Klöstern ins Leben gerufen worden sein.

Starkbier dank der Fastenzeit

Ebenso interessant ist eine auf news.at gefundene Überlieferung des Klosters Andechs. Demnach soll der dort ansässige Frater Brauer, während der 40 Fastentage statt der üblichen 18 Maß Bier nur 10 Maß Gerstensaft getrunken haben. Auch gab der Vater sofort eine Erklärung die lautete: "Flüssiges bricht fasten nicht".  Generell war Alkohol in der Fastenzeit verboten, daher brauten die Mönchen ein Fastenbier, was jedoch vorher vom Papst freigegeben werden musste.  Also machten sich einige der Ordensbrüder auf den Weg nach Rom. Auf Grund der langen Reise verdarb das Bier aber, worauf hin der Papst gesagt haben soll: "wenn sie so etwas Widerliches trinken wollen, sollen sie es haben".  Das Ganze ging sogar so weit, dass in der Fastenzeit das süffige Starkbier erfunden wurde. Der Grund dafür war, dass sich die Geistlichen nicht mit dem Bier alleine als Fastenspeise begnügen wollten.

Allen die also gerne nach alter Tradition fasten möchten, sei hiermit gesagt. Ihr könnt getrost Geflügel speisen und Bier trinken.

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