Handel braucht faire Bedingungen

Salzburger Raumordnung

Handel braucht faire Bedingungen

Die rund 8.000 Unternehmen in den Shopping-Centers der ACSC-Mitglieder beschäftigen in Österreich über 70.000 Menschen. Dr. Stephan Mayer-Heinisch, Obmann des ACSC und Präsident des österreichischen Handelsverbands über die Gründe zur Stellungnahme: „Wir erkennen im Entwurf des Salzburger Raumordnungsgesetzes ein grundsätzlich falsches Verständnis von der Funktion von Einkaufszentren. Mit unserer Stellungnahme wollen wir dieses Missverständnis aufklären und auf die Auswirkungen einzelner Punkte des Gesetzesentwurfes hinweisen.“

Handel ist der Wirtschaftsmotor Salzburgs

Der Handel ist die wichtigste Branche der Salzburger Wirtschaft. Mit über 25.500 Beschäftigten ist der Salzburger Einzelhandel der größte Arbeitgeber des Landes. Neben der heimischen Kaufkraft von rd. 2,9 Mrd. Euro zieht der stationäre Handel pro Jahr weitere 269 Mio. Euro aus den Nachbarländern – insbesondere auch aus dem angrenzenden Bayern – ab. Mayer-Heinisch streicht jedoch noch weitere Aspekte hervor: „Moderne Shopping-Center sind in Österreich ein wesentlicher Hort des stationären Handels. Sie übernehmen viele weitere Aufgaben. Durch die Einbindung von Einrichtungen wie Postämtern, Polizeistationen, Apotheken, kulturellen Einrichtungen und vielen Serviceangeboten erfüllen sie für die Gesellschaft wichtige soziale Aufgaben und sind ein beliebter Treffpunkt. Wie das gelingen kann, zeigt beispielsweise der EUROPARK Salzburg eindrucksvoll vor. Auch deswegen wurde er bereits mehrfach vor allem wegen seiner sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit – zuletzt vor zwei Wochen in Warschau abermals – vom ICSC (International Council of Shopping Centers) zum besten Shopping-Center Europas ausgezeichnet. Wir haben hier in Salzburg ein internationales Vorzeigeprojekt, das auch schon als weltweit bestes Center ausgezeichnet wurde, weil es Maßstäbe setzt, die global vielfach beachtet und als Benchmark bezeichnet werden.“

Der Handel ist dort, wo Menschen sind

Eines der Ziele der aktuell geplanten Salzburger Novelle des Raumordnungsgesetztes (ROG) ist die Revitalisierung der Orts- und Stadtkerne. „Dies ist ein wichtiges Ziel, das wir als ACSC ausdrücklich unterstützen. Der zur Erreichung dieses Ziels gewählte Lösungsansatz fußt aber auf einer fundamental falschen Annahme: Der Gesetzgeber geht davon aus, dass der stationäre Handel schuld an der Verödung der Ortskerne sei. Dem widersprechen objektiv betrachtet die Fakten“, betont Mag. Christoph Andexlinger, stellvertretender Obmann des ACSC. „Der Handel ist immer dort, wo Menschen sind. Er folgt den Menschen. Denn Menschen sind der Garant für seinen wirtschaftlichen Fortbestand. Der stationäre Handel ist der Letzte, der Ortskerne verlässt, und tut dies nur, wenn die Rahmenbedingungen ihn zu diesem Schritt zwingen.“

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