Frühe Saisonarbeitslosigkeit durch späte Ostern

Der Salzburger Arbeitsmarkt im März

Frühe Saisonarbeitslosigkeit durch späte Ostern

Um 17,8 Prozent auf 14.304 Personen ist die Arbeitslosigkeit im März gestiegen. Von den 2.164 zusätzlichen Arbeitslosen stammt mehr als die Hälfte aus der Sparte Beherbergung und Gastronomie (+1.105 Personen). „Dieser Zuwachs um 56,6 Prozent ist auf den heuer späten Ostertermin zurückzuführen, sodass eine Weiterbeschäftigung im Gegensatz zum Vorjahr vielfach unterblieben ist“, erklärt Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg. Damit sei der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit auch nicht auf wachsende konjunkturelle Probleme, sondern auf Saisoneffekte zurückzuführen, so Steinlechner. Tirol habe diesen Effekt noch stärker zu spüren bekommen (+27,6%). In Salzburg sei die Entwicklung durch die für die Bautätigkeit günstige Witterung teilweise aufgefangen worden, so der AMS-Chef weiter. Im Bauwesen sind die Arbeitslosenzahlen um minus 17,4 Prozent bzw. 374 Personen spürbar gesunken.

Durch das frühe Auslaufen der Wintersaison mitbeeinflusst, war auch der Handel von einem deutlichen Plus bei der Arbeitslosigkeit im Ausmaß von 20,3 Prozent betroffen.
 
Diese Entwicklungen finden ihren Niederschlag auch in einer mit plus 31,9 Prozent massiv erhöhten Frauenarbeitslosigkeit auf 5.865 Personen, während der Zuwachs bei Männern mit plus 9,7 Prozent deutlich geringer ausgefallen ist. Allerdings ist die absolute Zahl an Arbeitslosen bei Männern mit 8.439 Jobsuchenden erheblich höher.

Zunahme

Deutlich zugenommen hat die Arbeitslosigkeit mit plus 27,7 Prozent in der Altersgruppe ab 50 Jahre. Bei jungen Arbeitskräften unter 25 Jahren war der Zuwachs mit 16,0 Prozent ebenfalls hoch, blieb aber unter dem Anstieg der Gesamtarbeitslosigkeit.

In den Tourismusregionen Pongau (+24,0%) und Pinzgau (+19,4%) ist die Arbeitslosigkeit am stärksten gestiegen. Es folgen die Stadt Salzburg (+18,3%), der Flachgau (+15,7%), der Tennengau (+14,8%) und der Lungau, wo der Zuwachs mit plus 5,1 Prozent deutlich unter dem Landesschnitt geblieben ist.

Die Arbeitslosenquote ist im Bundesland mit plus 0,8 Prozentpunkten zwar spürbar gestiegen, weist mit 5,5 Prozent nach nationaler Berechnungsmethode aber weiterhin den bundesweit niedrigsten Wert auf.

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