EU verbietet irreführende Werbeslogans

Ende der Werbelügen

EU verbietet irreführende Werbeslogans

Bekannte Werbeslogans wie „Actimel – stärkt die Abwehrkräfte“ sind in Zukunft Geschichte. Denn derartige Sprüche, die wissenschaftlich nicht haltbar sind, werden von der EU strengstens untersagt. Rund 1600 gesundheitsbezogene Werbeslogans dieser Art sind von dem Verbot betroffen. Allerdings bleiben den Herstellern Hintertüren offen.

1600 verbotene Werbesprüche

Regale im Supermarkt gleichen oft den Auslagen einer Apotheke: Mit Slogans wie „Gut fürs Immunsystem“ preisen Lebensmittelhersteller ihre Produkte an. Die EU hat diese vielversprechenden Werbesprüche nun unter die Lupe genommen und verbietet teilweise auch diese irreführende Ausdrucksweise. Rund 1600 gesundheitsbezogene Werbeslogans wurden  von der EU verboten. Erlaubt wurden rund 220 Werbeaussagen, darunter etwa die Formulierung „Gut für die Verdauung“ für Kekse mit vielen Ballaststoffen.

44.000 Anträge von Lebensmittelhändlern

Rund 44.000 Anträge von europäischen Lebensmittelhändlern, wurden von der Europäischen Lebensmittelagentur EFSA in Parma überprüft. Zugelassen wurden nur Slogans, die als wissenschaftlich fundiert erachtet wurden. Durchgefallen ist zum Beispiel die Behauptung, sogenannter probiotischer Joghurt stärke das Immunsystem.

"Was draufsteht, muss auch stimmen!" 

Die EU-Kommission muss nun die Listen noch formal absegnen. In einigen Wochen werden dann die betroffenen Lebensmittel bekannt gegeben. Nach der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt haben die Hersteller von Lebensmitteln, deren Werbeslogans von der EU nicht genehmigt wurden, sechs Monate Zeit, ihre bereits verpackten Produkte zu verkaufen. Nach dieser Frist dürfen aber jene Slogans nicht mehr verwendet werden. Die Hersteller können allerdings jederzeit auf Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Überprüfung beantragen.

Werbesloganverbot besteht schon länger auf dem Papier

Die Listen sind Teil einer EU-Verordnung, die bereits 2006 verabschiedet wurde. Ihre Erstellung dauerte länger als geplant wegen der hohen Anzahl an Anträgen auf Zulassung von Werbeaussagen. Ursprünglich sollte die Verordnung Ende Januar 2010 veröffentlicht werden.

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