Aufräumarbeiten im Gange

Wie geht's weiter im Glemmtal?

Aufräumarbeiten im Gange

Die Straße zwischen Hinterglemm und dem Talschluss Lengau soll demnächst rund eine halbe Stunde lang zu befahren sein. Eine Evakuierung ist dadurch nicht notwendig. Die Wasserversorgung ist bereits wieder komplett repariert.

Landesrat Stefan Schnöll hat sich heute Vormittag selber ein Bild von der Lage gemacht: „Dank der hervorragenden Arbeit der Einsatzkräfte, der Bezirksbehörde, der Straßenmeisterei und vieler Freiwilliger ist hier schon viel geschehen und konnte Schlimmeres verhindert werden“, betonte Schnöll, der derzeit den Landeshauptmann vertritt. Auch dieser ist ständig mit den Einsatzkräften in Kontakt.

Keine akute Gefahr

Nachdem heute Früh das Ausmaß der Schäden vom Hubschrauber aus begutachtet wurde und nach einer Einsatzbesprechung mit Katastrophenschutzexperten und Einsatzkräften steht fest: „Es sind glücklicherweise keine Personen zu Schaden gekommen. Für die Leute im hinteren Bereich des Tales besteht keine akute Gefahr. Im Laufe des Tages sollte die Straße etwa eine halbe Stunde lang zur Versorgung freigegeben werden“, so die stellvertretende Bezirkshauptfrau Monika Vogl. Auch die Trinkwasserversorgung konnte zwischenzeitlich komplett repariert werden.

Straße auf 50 Metern weggerissen

Die Gewitter und heftigen Regenfälle haben im gesamten Tal Schäden angerichtet. Keller wurden überflutet, Bäche verklaust, und es sind kleinere Muren abgegangen. „Am stärksten betroffen war der Bereich zischen dem Ortsende von Hinterglemm und Lengau, wo eine Fahrspur der direkt neben der Saalach verlaufenden Glemmtaler Landesstraße auf einer Länge von rund 50 Metern wegerissen wurde. Auch weiter flussaufwärts ist diese noch an mehreren Stellen beschädigt“, so Landesrat Schnöll.

Öffnung heute Nachmittag für rund eine halbe Stunde

„Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei arbeiten derzeit daran, die verbliebene Fahrspur zu sichern. Weiter hinten im Tal werden schwere Geräte für die Räumung eingesetzt. Wir gehen davon aus, dass wir die Straße heute Nachmittag um etwa 15.00 Uhr rund eine halbe Stunde lang öffnen“, sagt Katastrophenschutzreferent Manfred Pongruber. Im hintersten Glemmtal halten sich derzeit rund 250 Personen auf, mehr als die Hälfte davon Gäste, die in den Hotels und Pensionen dort Urlaub machen. Über Nacht wird die Landesstraße L111 wieder gesperrt. Auch am Wochenende ist eine stundenweise Öffnung vorgesehen.

460 Feuerwehrleute landesweit im Einsatz

Insgesamt waren seit den gestrigen Abendstunden im ganzen Land 13 Feuerwehren mit 460 Leuten an 54 Stellen im Einsatz, die meisten davon in Viehhofen und Saalbach-Hinterglemm.  Im Pinzgau haben die gestrigen Unwetter außerdem noch den Raum Saalfelden – Leogang betroffen, wo hauptsächlich Keller auszupumpen waren. Im Flachgau waren die Feuerwehren in Wals-Siezenheim, Bergheim und Schleedorf im Einsatz. Im Pongau (Großarl) und im Tennengau (Golling) mussten Waldbrände nach Blitzschlägen gelöscht werden.

Weiterhin regnerisch am Wochenende

Die aktuelle Prognose der ZAMG sagt für heute schauerartige Niederschläge vorher welche möglicherweise von Gewittern begleitet werden. Den Schwerpunkt bilden dabei die südlichen Landesteile (Linie südlich Abtenau, Werfen, Saalbach). Morgen verlagern sie sich Richtung Niedere Tauern und Nockberge. Stärker betroffen sein wird der Lungau. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kommt es dann wieder zu einem verstärkten Störungseinfluss und stärkerem Niederschlag im ganzen Land. Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf 1.700 Meter Seehöhe.

Quelle: Land Salzburg

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